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Strassenmusik-Festival: Im Sentitreff geht die Post ab

Nachts findet das Strassenmusik-Festival in Luzern seine Fortsetzung in einem lauschigen Innenhof. Ein Besuch lohnt sich.
Hugo Bischof
Die Gruppe Iheimisch beim Strassenmusik-Festival im Innenhof des Sentitreffs in Luzern. (Bild: Manuela Jans-Koch, Luzern, 28. August 2019)

Die Gruppe Iheimisch beim Strassenmusik-Festival im Innenhof des Sentitreffs in Luzern. (Bild: Manuela Jans-Koch, Luzern, 28. August 2019)

Das grosse Finale des Musikfestivals «In den Strassen» in Luzern findet bis Sonntag allabendlich im Sentitreff eingangs Baselstrasse statt. Hier treffen sich ab 22 Uhr die acht Gruppen aus aller Welt, die tagsüber in Luzerns Gassen spielen. Jeweils zwei Gruppen, jeden Abend andere, treten im wunderbaren, denkmalgeschützten Innenhof des Sentitreffs auf.

Der Sentihof ist so etwas wie das Herz des Festivals: Hier verpflegen sich die Musiker, lernen sich gegenseitig kennen. Oft kommt es spätabends zu spontanen Jam-Sessions. Afrikanische Trommeln, armenische Duduk-Flöte und mexikanische Mariachi-Gitarre vermischen sich. Das Publikum ist herzlich eingeladen, der Eintritt gratis.

Am Mittwoch begann es gemütlich mit Schweizer Volksmusik der Gruppe Iheimisch. Adrian Würsch (Schwyzerörgeli), Pirmin Huber (Kontrabass) und Simone Felber (Stimme) bereicherten und verfremdeten die heimatlichen Klänge zunehmend mit jazzigen Elementen sowie irrwitzigen Bass-Tonkaskaden. Das Publikum machte begeistert mit: Es sang zwei Grundtöne, die eine verblüffend schöne Grundlage für den Naturjodel der Sängerin abgab.

Jeden Abend ein anderes Menü, passend zur Weltmusik

Die Bar im Sentitreff ist jeweils schon ab 20 Uhr offen. Zum Essen wird jeden Abend ein anderes Menü aufgetischt, passend zur Weltmusik. Am Mittwoch gab es kurdische Kobah (ovale Fleisch-Hackbällchen) mit Orog (frittierte Gemüseplätzchen) und Salat – für bescheidene 12 Franken. Es hat vorzüglich geschmeckt. Am Freitag geht's eritreisch weiter, am Samstag mexikanisch, am Sonntag wieder kurdisch. Projektleiter Raphael Meyer betont:

«Unser Anlass lebt von vielen freiwilligen Helfern.»

Unterstützung gibt's auch von Lucerne Festival, der Stadt und privaten Förderinstitutionen. Am Mittwoch trat nach 23 Uhr die norwegische Gruppe Vrang auf. Mit Geige, Hardangerfiedel und Gesang verzauberten sie das Publikum. Der Sentihof ist zum zwölften Mal mit dabei am Strassenmusik-Festival. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Strassenmusik Luzern: Fr/Sa 18-22 Uhr Kornmarkt, Mühlenplatz, Weinmarkt, Jesuitenplatz. Sa zusätzlich 10-12 Uhr Theaterplatz, Kornmarkt. Sentitreff: Fr/Sa ab 22 Uhr, So ab 20 Uhr. Schlusskonzert Europaplatz: So 12-15/16-18 Uhr. www.sentitreff.ch

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