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STRASSENPLANUNG: Freie Sicht auf Stadtmauer von Sempach gefordert

Der Stadtrat von Sempach will den Platz vor dem Luzerner Tor umgestalten und damit das Städtli besser erkennbar werden lassen. Auch das Postgebäude soll dafür abgerissen werden.
Martina Odermatt
Für eine bessere Sicht auf das Städtchen soll das Postgebäude (ganz links im Bild) zurückgebaut werden. Bild: Manuela Jans-Koch (Sempach, 19. November 2016)

Für eine bessere Sicht auf das Städtchen soll das Postgebäude (ganz links im Bild) zurückgebaut werden. Bild: Manuela Jans-Koch (Sempach, 19. November 2016)

Der Sempacher Stadtrat hat Grosses vor. An der Gemeindeversammlung vom 30. November informiert der Stadtrat über die Umgestaltung des Platzes vor dem Luzerner Tor, und die Bürger stimmen im Rahmen des Budgets über den Rückbau des Postgebäudes und der alten Metzgerei ab.

Der Platz vor dem Tor soll umgestaltet und für Schüler sicherer werden. Auch fussgängerfreundlicher soll er werden. Die Stadt möchte dafür die vom Kanton bis Ende 2018 geplante Strassen­anpassung der Schulhauskurve nutzen, den Eingangsbereich des Städtchens aufzuwerten. «Der Kanton plant beispielsweise eine Mittelinsel beim Fussgängerstreifen, und die Schulhauskurve sollte so gebaut sein, dass das Durchfahrtstempo gedrosselt wird», erklärt Stadtpräsident Franz Schwegler. So soll die Strasse sicherer werden – momentan gilt für die Autofahrer noch die Tempolimite von 50 Kilometern pro Stunde. Die Bushaltestelle Richtung Sempach Station soll bei der Umgestaltung auch wieder in einer Nische zu liegen kommen – und nicht wie ursprünglich geplant auf der Strasse. Die Haltestelle Richtung Rain wird weiterhin auf der Strasse bleiben.

Ungewisse Zukunft für Poststelle

Auch für das Postgebäude sind Änderungen vorgesehen. Das Gebäude hat die Stadt bereits vor Jahren gekauft, es befindet sich in der Grünzone und schränkt den Blick aufs Städtli ein. Sempach befolgt zudem ein Leitbild, welches den historischen Kern des Städtchens hervorheben möchte. In Hinblick auf dieses soll das Postgebäude zurückgebaut werden. Die Stimmbürger entscheiden, ob sie die damit verbundenen Abschreibungen hinnehmen möchten. Stadtpräsident Schwegler ist jedoch zuversichtlich, dass diese gutgeheissen werden. Was mit der Poststelle selbst passiert, ist momentan noch ungewiss. Die Stadt führt derzeit Gespräche mit der Schweizerischen Post und ist zuversichtlich: «Wir setzen alles daran, dass die Poststelle Sempach erhalten bleibt. Bisher konnten wir mit dem Unternehmen konstruktive Gespräche führen», sagt Schwegler.

Um die Sicht auf die Stadtmauer freizugeben, muss auch ein anderes Gebäude weichen: Läuft man den Gundoldingerweg hoch, sieht man links die alte Metzgerei, die den Blick auf den Städtlieingang versperrt. Deshalb möchte der Stadtrat dieses Gebäude kaufen und zurückbauen. Franz Schwegler erklärt: «Der freie Platz wird dann gestaltet, und von der Südseite her hat man dann einen schönen Blick auf die Mauer. Die Eingangspforte wird aufgewertet.»

Kauf und Abbruch des Gebäudes sollen bereits nächstes Jahr vonstattengehen. Im Budget und in der Investitionsrechnung sind dafür 600 000 Franken berücksichtigt.

Martina Odermatt

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