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STRASSENRAUM: Berner Modell als Vorbild: Luzern begrüsst Begegnungszonen

Anders als in Bern, wo es überdurchschnittlich viele Begegnungszonen gibt, hat die Stadt Luzern erst wenige Tempo-20-Zonen realisiert. Das soll sich ändern. Der Stadtrat lässt Grundsätze erarbeiten für die Realisierung solcher Zonen - das "Berner Modell" dient als Vorbild.
Der erste, grossflächige Begegnungszone der Schweiz wurde 2016 im Berner Wohnquartier Burgfeld in Betrieb genommen. (Bild: Béatrice Devènes / Stadt Bern (Bern, 21. Mai 2016))

Der erste, grossflächige Begegnungszone der Schweiz wurde 2016 im Berner Wohnquartier Burgfeld in Betrieb genommen. (Bild: Béatrice Devènes / Stadt Bern (Bern, 21. Mai 2016))

Im Namen der GLP-Fraktion des Luzerner Stadtparlaments forderte Jules Gut den Stadtrat in einem Postulat auf, die Realisierung von Begegnungszonen in Wohnquartieren zu ermöglichen. Dazu soll er auf das "Berner Modell" zurückgreifen und dieses auf Luzerner Verhältnisse adaptieren. Ein wichtiger Bestandteil dieses Modells besteht laut dem Postulanten darin, dass die Initiative für die Prüfung von Begegnungszonen aus den Quartieren von den Anwohnern kommen soll.

Ein Grund, weshalb Luzern bisher vergleichsweise wenige Begegnungszonen realisierte, sei, dass die Stadt der Einführung von Tempo-30-Zonen Priorität einräumte, wie der Stadtrat in seiner am Dienstag veröffentlichten Stellungnahme schreibt. Damit wollte er Quartiere ruhiger, lebenswerter und sicherer machen.

Aufgrund der positiven Erfahrungen anderer Städte mit Begegnungszonen und im Sinne der Förderung von Strassenraum als Lebensraum stehe er aber der Einrichtung zusätzlicher Begegnungszonen in der Stadt grundsätzlich positiv gegenüber, schreibt der Stadtrat.

Er nimmt das Postulat entgegen und beauftragt das Tiefbauamt mit der Erarbeitung von Grundsätzen für die Realisierung von Begegnungszonen - aufbauend auf dem "Berner Modell".

Der Stadtrat weist aber darauf hin, dass die Quartierbevölkerung für die Schaffung einer Begegnungszone auch die Reduktion von Parkplätzen in Kauf nehmen müsse. Und dass in der Mobilitätsplanung die finanziellen und personellen Ressourcen begrenzt seien. "Die Umsetzung neuer Begegnungszonen hat gegenwärtig nicht die höchste Priorität." (sda)

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