Strassenstrich bald in Emmen?

Emmen soll ein Strassenstrichreglement ausarbeiten. Die CVP fürchtet, dass sich sonst das Sexgewerbe in Emmen ausbreitet.

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Bald solche Bilder in Emmen? Im Bild: Eine Prostituierte in der Werkhofstrasse in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Bald solche Bilder in Emmen? Im Bild: Eine Prostituierte in der Werkhofstrasse in Luzern. (Bild: Boris Bürgisser / Neue LZ)

Der Gemeinderat Emmen soll die Einführung eines Strassenstrichreglements prüfen, in dem – wie in Luzern – Sperrzonen definiert werden. Das fordert Einwohnerrat Andreas Roos namens der Emmer CVP-Fraktion in einem Postulat. Der Gemeinderat soll auch weitere Massnahmen ins Auge fassen, die verhindern, dass Prostituierte auf Emmer Gemeindegebiet, insbesondere auf Quartierstrassen, ihre Dienste anbieten, heisst es im Postulat weiter.

Der Vorstoss ist eine Reaktion auf das Verbot in der Stadt Luzern. Seit in der Stadt das neue Reglement in Kraft ist, hat sich der Strassenstrich aus dem Zentrum ins Industriegebiet Ibach an der Emmer Gemeindegrenze verlagert. Befürchtet die CVP tatsächlich, dass sich der Strassenstrich nun auch über die Gemeindegrenze ausbreitet? «Die Wahrscheinlichkeit ist zwar klein», sagt Andreas Roos, «trotzdem ist die derzeitige Situation beunruhigend. Der Standort der Prostituierten im Gebiet Ibach ist laut der Stadt Luzern nicht optimal, und auch einige Gewerbetreibende haben Bedenken angemeldet.»

Falls sich die Situation verschärfe, könnte sich laut Roos der Strassenstrich auf Emmer Gemeindegebiet niederlassen – am Seetalplatz, an der Bahnhofstrasse «und überall, auch in Wohngebieten, weil in Emmen eine Regelung fehlt».

Alexander Von Däniken

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