Strassenstrich: Fahrverbot bringt wenig

Seit Freitagabend setzt die Stadt Luzern am Strassenstrich Fahrverbote durch. Die Konsequenzen sind noch kaum absehbar. In der Bevölkerung aber brodelt es.

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Der Strassenstrich an der Tribschenstrasse in Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Der Strassenstrich an der Tribschenstrasse in Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Eine junge Schweizer Prostituierte steht unsicher auf ihren gefährlich hohen High Heels etwa zehn Meter neben dem Kreuzstutzkreisel. Die Frau, gemäss ihren eigenen Angaben 21-jährig, Mutter eines Kindes und in Emmen wohnhaft, bietet in dieser kalten Frühherbstnacht ihre Dienste an.

Von uns auf das neue Verkehrsregime in ihrem «Arbeitsgebiet» angesprochen, wettert die Frau sofort los: «Ich bin nicht vermögend und auf diesen Job angewiesen. Und zudem ist die Prostitution nicht verboten. Was sollen diese Schikanen?»

Ganz anders sehen das allerdings Anwohner wie Otto Weber, der seit vielen Jahren in diesem Quartier zu Hause ist. Das Problem mit den Prostituierten schildert er folgendermassen: «Seit diesem Jahr haben wir vermehrt Frauen aus Osteuropa.»

Diese Sexarbeiterinnen würden, so Weber, nicht nur sexuelle Dienste, sondern immer wieder auch ihre Notdurft auf den Trottoirs und Gärten verrichten.

Thomas Heer & Pascal Imbach/ks

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie in der «Zentralschweiz am Sonntag» vom 23. Oktober.