Strassenstrich: Jetzt stehen sie im Ibach

Die Prostituierten sind aus den Wohngebieten der Stadt Luzern abgezogen: Ins Gebiet Ibach und zu den Sedel-Gärten.

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Am Dienstagabend: Ab dem Eindunkeln stehen Prostituierte im Einzugsgebiet des Kreisels bei der KVA Ibach (im Hintergrund). (Bild: Neue LZ)

Am Dienstagabend: Ab dem Eindunkeln stehen Prostituierte im Einzugsgebiet des Kreisels bei der KVA Ibach (im Hintergrund). (Bild: Neue LZ)

Den reglementarischen Widrigkeiten zum Trotz: Die Strassenstrich-Prostituierten haben bereits auf die neuen Regeln der Stadt Luzern reagiert. Sie sind fast komplett aus den Wohnquartieren verschwunden und bieten ihre Dienste nun im Industriegebiet Ibach bei der Kehrichtverbrennungsanlage und an der Riedstrasse zwischen Friedhof Friedental und Sedel-Schrebergärten an. Die Luzerner Polizei bestätigt Beobachtungen unserer Zeitung. Sie markiert in diesen Gebieten Präsenz.

«Für Frauen sicher nicht ideal»

Maurice Illi, Stadtluzerner Sicherheitsmanager, ist mit der aktuellen Entwicklung grundsätzlich zufrieden. Aber er sagt auch: «Für die Frauen ist der neue Standort sicher nicht ideal.» Im Ibach-Gebiet herrsche keine soziale Kontrolle.

Es ist zwar einigermassen klar, wo sich die Prostituierten in Luzern nicht mehr auf offener Strasse anbieten dürfen. Wo genau das aber noch erlaubt ist, sagt das seit 15. März in Kraft stehende Reglement nicht. Darum wird es voraussichtlich am 24. Mai im Grossen Stadtrat nachgebessert. Die Stadt nennt auf Anfrage unserer Zeitung mögliche Strassen, wo Prostitution toleriert sein könnte: Murmattweg, Rösslimattweg, Abschnitte der Bürgenstrasse und der Fruttstrasse.

ds/avd

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