Strassenstrich: Sofortmassnahmen gefordert

Die Verlagerung des Strassenstriches, beispielsweise ins Industriegebiet Ibach, gefährdet die Sicherheit der Prostituierten. Diese Meinung vertreten Parlamentarier verschiedener Parteien. In einem Postulat fordern sie deshalb flankierende Sofortmassnahmen.

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Die Verlagerung des Strassenstrichs in Industriegebiete, wie hier ins Ibach, gefährdet die Sicherheit der Prostituierten. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Die Verlagerung des Strassenstrichs in Industriegebiete, wie hier ins Ibach, gefährdet die Sicherheit der Prostituierten. (Bild: Dominik Wunderli/Neue LZ)

Solange die Stadt Luzern keine klar definierten Bereiche, wo Prostitution erlaubt ist bezeichnet, verlagert sich der Strassenstrich von Gebiet zu Gebiet. Seit Inkrafttreten des Reglements zeichnet sich nun eine weitere Verlagerung des Strassenstrichs vom St. Karlischulhaus in die Industriezonen Ibach und Littauerboden sowie ins Friedentalried ab.

«In diesen Gebieten sind die Sicherheit und der Schutz der Prosituierten gefährdet», heisst es in einem Postulat, das von Politikerinnen der Grünen, Jungen Grünen, Grünliberalen, SP/Juso, CVP und FDP unterzeichnet wurde. Die Parlamentarierinnen fordern in ihrem Vorstoss flankierende Massnahmen zum Reglement Strassenstich.

Für das Projekt Aids-Prävention im Sexgewerbe (APIS) sei es zunehmend schwieriger, die Prostituierten aufzusuchen. Gerade in diesen abgelegenen Gebieten wäre die Arbeit in einem Beratungsbus sinnvoll. Die Präsenz eines Beratungsbusses könne auch Einfluss auf die Sicherheit haben.

Die Luzerner Polizei sorge zwar an Wochentagen für minimale Sicherheit. Der Schutz der Frauen müsse aber umfassend sichergestellt werden, heisst es im Postulat weiter. Aus diesem Grund wird der Stadtrat aufgefordert, umgehend in Zusammenarbeit mit der Aidshilfe verschiedene Sofortmassnahmen, unter anderem die Präsenz eines Beratungsbusses, zu prüfen.

pd/zim