STREET VIEW: Google fotografiert jetzt auch in Luzern

Bald ist auch die Stadt Luzern virtuell begehbar: Google fotografiert derzeit die Strassen.

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Wieder in Luzern: Das Google-Auto an der Werftstrasse. (Bild Dave Schläpfer/Neue LZ)

Wieder in Luzern: Das Google-Auto an der Werftstrasse. (Bild Dave Schläpfer/Neue LZ)

Die Strassen von Luzern werden digitalisiert. Momentan kurvt nämlich ein Auto von Google Street View durch die Stadt Luzern. «Ja, wir sind auch in Luzern unterwegs», sagte gestern Matthias Meyer, Pressesprecher von Google auf Anfrage. Das Auto hat eine 360-Grad-Kamera auf dem Dach montiert und kann damit die ganze Umgebung gleichzeitig fotografieren. Das Datenmaterial, welches Google in Luzern sammelt, soll später aufbereitet werden – damit kann man anschliessend virtuell durch die Stadt spazieren und sich genau anschauen, wie es an der entsprechenden Stelle aussieht.

In mehreren Grossstädten, wie etwa New York, Mailand und Madrid ist dieser Service schon Tatsache. In der Schweiz sammelt Google seit letztem März Daten. Wann diese allerdings im Internet aufscheinen werden, ist derzeit noch unklar. Meyer: «Sobald der Service in der Schweiz verfügbar ist, werden wir natürlich gross darüber informieren.»

Der eidgenössische Datenschutzbeauftragte Hanspeter Thür hat dem Internetdienst Google Street View klare Auflagen gemacht, wenn dieser in ein paar Monaten mit der Schweiz aufs Netz geht. So muss Google Personen informieren, bevor fotografiert wird, wie er gegenüber «10vor10» bestätigte. Eine entsprechende Website wird gemäss Meyer in den «nächsten Wochen» zur Verfügung stehen. Erkennbare Gesichter sowie Autonummern müssen zudem anonymisiert werden. Ein Problem, nämlich die geforderte Löschung der Rohdaten nach Anonymisierung der Bilder, ist gemäss Thür noch ungelöst. Auch hier zeichne sich aber eine Lösung ab. Falls dereinst trotzdem unerlaubte Bilder auf Street View auftauchen sollten, will der Datenschützer intervenieren.

Stefan Roschi/ap

AUFRUF
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Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.

«10vor10»-Beitrag zum Thema vom 15. Juni: