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STREICHELHOF: Die Jüngsten verstehen sich prächtig

Neben Lämmern, Ziegen, Hühnern, Eseln oder Schweinen darf auch die Kuh Wida gestreichelt werden. Sie gehört einem 8-Jährigen.
Joana Naglieri (21/2-jährig) schliesst Freundschaft mit einem Lämmli, das soeben «geschöppelet» wurde. (Bild Manuela Jans-Koch)

Joana Naglieri (21/2-jährig) schliesst Freundschaft mit einem Lämmli, das soeben «geschöppelet» wurde. (Bild Manuela Jans-Koch)

Auf dem Streichelhof in der Halle 8 drängen sich die Kinder bereits eine halbe Stunde vor dem Termin um das Ziegen- und Lammgehege. Denn gleich soll das erste «Lämmlischöppele» beginnen. Auch die Zwillingsschwestern Sarah und Kim Rieder (9) aus Lenk warten schon eine Weile. Und jedes Mal, wenn die Betreuerin das Gatter öffnet, schauen die Kinder erwartungsvoll und hoffen, die nächsten zu sein, die zum Streicheln der Ziegen vorgelassen werden. Denn es dürfen nur fünf, sechs Kinder gleichzeitig rein, damit die Tiere nicht überfordert sind.

Kalb Wida gehorchte Vater nicht

Dann ist es so weit: Tony Kaufmann vom Erlebnisbauernhof Weiernheim in Winikon hat sechs Kinder ausgesucht, die gleich die Lämmer füttern dürfen. «Die Tiere sind etwa vier Wochen alt und bekommen eine spezielle Milch mit der Flasche», erklärt der Landwirt. Beim Verteilen der Flaschen kommt ihm Sohn Andrin zur Hand. Kaum sehen die Lämmer die Flaschen, werden sie zappelig. Die Kinder tun ihr Bestes, um die Flasche so zu halten – und sie nicht an das Lamm zu verlieren –, dass die Tiere zur ihrer Milch kommen. Der Zug beim Trinken ist so gross, dass die Flaschen rasch leer sind. «Es hat mir sehr gut gefallen», strahlt Sarah Rieder danach. Auch ihre Schwester freut sich: «Kühe füttern ist strenger.» Das weiss sie, denn sie haben Kühe daheim.

Derweil sammelt Andrin Kaufmann (8) die Flaschen ein und geht dann hinüber zur Kuh. «Das ist Wida. Sie ist 29 Monate alt und gehört mir», erzählt er stolz. Als Kalb hätte sie ihm besser gehorcht als seinem Vater. «Da hat Papi sie mir geschenkt», erzählt er grinsend. Andrin hilft beim Melken, beim Vorbereiten des Futters oder muss die Kuh auch mal bürsten und waschen. «Vor allem im Sommer gefällt ihr das, denn Wida mag keine Fliegen», weiss der 8-Jährige. Dass es seiner Kuh missfallen könnte, an der Luga von vielen fremden Leuten gestreichelt zu werden, darüber macht sich Andrin keine Sorgen. «Eine Kuh hat ihren eigenen Kopf. Die lässt das nur mit sich machen, wenn es ihr auch passt», ist er überzeugt. Mit Andrin scheint Wida jedenfalls gern zusammen zu sein.

Streichelhof an der LUGA: Andrin Kaufmann (8) bei seinen Kälbern. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)Streichelhof an der LUGA: Andrin Kaufmann (8) bei seinen Kälbern. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)
Streichelhof an der LUGA: Florian (2) schliesst Freundschaft mit einem Lämmli. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)Streichelhof an der LUGA: Florian (2) schliesst Freundschaft mit einem Lämmli. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)
Streichelhof an der LUGA: Joana Naglieri (2) schliesst Freundschaft mit einem Lämmli. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)Streichelhof an der LUGA: Joana Naglieri (2) schliesst Freundschaft mit einem Lämmli. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)
Streichelhof an der LUGA: Ein skeptischer Blick Richtung Geissli. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)Streichelhof an der LUGA: Ein skeptischer Blick Richtung Geissli. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)
Das Historische Museum präsentiert die nostalgische Sonderschau "Chilbi" in der Halle 2 an der LUGA. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)Das Historische Museum präsentiert die nostalgische Sonderschau "Chilbi" in der Halle 2 an der LUGA. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)
Das Historische Museum präsentiert die nostalgische Sonderschau "Chilbi" in der Halle 2 an der LUGA. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)Das Historische Museum präsentiert die nostalgische Sonderschau "Chilbi" in der Halle 2 an der LUGA. (Bild: NeueLZ / Manuela Jans-Koch)
6 Bilder

Luga 2016 ist eröffnet

Daheim auf dem Hof in Winikon hat die Familie Kaufmann noch viele andere Tiere wie Alpakas, Sittiche, Gänse, Ochsen, Hasen, Meerschweinchen, Enten, Hunde oder Katzen. Doch ein richtiges Lieblingstier hat Andrin, der für die Luga fast alle seine Joker-Tage in der Schule verbraucht, nicht. «Ich mag alle Tiere, die keine anderen Tiere fressen», erläutert er. Mäuse fressende Katzen lägen grad noch so drin, findet er.

Das coolste Tier – ein Orca

Das coolste Tier, das er sich auf dem Hof vorstellen könnte, wäre ein Orca. Da müsste man aber einen Tank bauen. «Denn im Dieseltank hätte der wohl keinen Platz», meint Andrin nach kurzem Überlegen. Doch auch ein Oktopus wäre lustig. Ob Andrin nebst der Schule und der Betreuung seiner Hasen und der Kuh Wida Zeit für einen Orca oder einen Oktopus hätte, ist wohl fraglich.

Natalie Ehrenzweig

Hinweis

Weiter Informationen zum Erlebnisbauernhof finden Sie online: www.weiernheim-live.ch

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