STROM: Sondereinflüsse schmälern CKW-Jahresgewinn

Sondereinflüsse haben im Geschäftsjahr 2008/09 den Gewinn der Centralschweizerischen Kraftwerke AG geschmälert. Er sank im Vorjahresvergleich um 15,2 Prozent auf 121,2 Millionen Franken.

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Strommasten und -Leitungen rund um das CKW-Unterwerk Mettlen bei Inwil. (Build Manuela Jans/Neue LZ)

Strommasten und -Leitungen rund um das CKW-Unterwerk Mettlen bei Inwil. (Build Manuela Jans/Neue LZ)

Der Gewinn der Centralschweizerischen Kraftwerke AG (CKW) ist im Geschäftsjahr 2008/09 durch Sondereinflüsse geringer geworden. Er sank im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent auf 121,2 Millionen Franken. Ohne Sondereffekte lag er mit 242 Millionen Franken um 43,4 Prozent höher. Der Umsatz stieg um 7,5 Prozent auf 852 Millionen Franken.

Betriebsgewinn um fast 30 % gefallen
Bei den Sondereinflüssen machte sich vor allem die negative Performance der staatlichen Stilllegungs- und Entsorgungsfonds für Atomkraftwerke durch eine Änderung des Rechnungslegungssystems mit 11,7 Millionen Franken negativ auf den Strombeschaffungsaufwand bemerkbar, wie die CKW am Mittwoch bekannt gab.

Dennoch zeigte sie sich mit der Gewinnentwicklung zufrieden. Der Betriebsgewinn (EBIT) fiel im Vorjahresvergleich um 29,1 Prozent auf 135,8 Millionen Franken. Er machte damit 15,9 Prozent des Umsatzes aus, verglichen mit 24,2 Prozent im Vorjahr.

Gute Auslastung, guter Auftragsbestand
Zum Umsatz hiess es unter anderem, dass der Stromabsatz in den eigenen Versorgungsgebieten wegen der schwierigen Wirtschaftslage rückläufig war. Durch die Zunahme bei fremden Versorgungsgebieten sowie den deutlichen höheren Optimierungshandel wuchs der Stromabsatz insgesamt aber um drei Prozent.

Als erfreulich wurden die anhaltend gute Auslastung und der nach wie vor gute Auftragsbestand im Installationsgeschäft bezeichnet. Der Betriebsaufwand stieg um 19,1 Prozent auf 716,2 Millionen Franken, vor allem wegen der verteuerten Strombeschaffung und der Übernahme von Systemdienstleistungskosten. Erstmals im übrigen Betriebsaufwand enthalten ist die gesetzliche Abgabe für die kostendeckende Einspeisevergütung.

Investitionen von 2 Mrd. geplant
Die CKW investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 127 Millionen Franken in Sachanlagen, hauptsächlich in die Netzinfrastruktur. Um 48,6 Prozent auf 31,2 Millionen Franken stieg der Aufwand für die Instandhaltung. Bei ihren Investitionen setze die CKW weiterhin auf einen ausgewogenen Strommix aus Wasserkraft, Kern- und neuen Energien, hiess es.

Bis 2020 will die Unternehmung gemäss den Angaben mehr als zwei Milliarden Franken in die Versorgungssicherheit investieren. Davon entfallen rund 1,5 Milliarden Franken auf den Ersatz der Kernkraftwerke Beznau und Mühleberg.

Die CKW-Gruppe schuf im Geschäftsjahr 2008/09 39 neue Vollzeitstellen und bildete 266 Lehrlinge aus. Der Lehrstellenanteil an der Gesamtzahl von 1479 Vollzeitstellen betrug rund 18 Prozent und lag gemäss den Angaben deutlich über dem landesweiten Durchschnitt von 7,5 Prozent.

ap