Hochspannungsleitung in Neuenkirch wegen Lärms abgeschaltet

Nachdem in Neuenkirch Seile einer Hochspannungsleitung ausgewechselt wurden, brummt die Leitung unerwartet laut. Zur Entlastung der Anwohner hat die Stromnetzbetreiberin Swissgrid die Hochspannungsleitung abgeschaltet.

Drucken
Teilen
Hochspannungsleitungen sollen in Zug bald verschwinden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Hochspannungsleitungen sollen in Zug bald verschwinden. (Bild: Archiv Neue LZ)

Dieser Zustand soll über die Feiertage und bis zur Entschärfung des Problems beibehalten werden, schreibt die Swissgrid AG in einer Mitteilung, die die Gemeinde Neuenkirch am Donnerstag publizierte. Betroffen ist die 220 Kilovolt-Leitung zwischen Bickigen (BE) und Mettlen.

Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit könne es jedoch sein, dass die Leitung kurzfristig wieder eingeschaltet werden müsse, heisst es weiter. Nach Beseitigung allfälliger Netzengpässe nimmt Swissgrid die Leitung "schnellstmöglich" wieder ausser Betrieb, heisst es weiter.

Anfang November waren aus Sicherheitsgründen die Seile der Freileitung in den Siedlungsgebieten Hubelmatt, Rösslimatt und Feldmatt in der Gemeinde Neuenkirch ausgewechselt worden. Seit der Wiederinbetriebnahme traten im Umfeld der Leitung teilweise stark erhöhte Lärmimmissionen auf.

Als Grund für die lauten Geräusche, die als Knistern oder Brummen zu hören sind, nennt die Netzbetreiberin ein physikalisches Phänomen, das in der Elektrotechnik als Koronaentladung bezeichnet wird. Dabei können bei gewissen Wetterlagen, insbesondere bei Nebel, Regen, Rauferei oder Nassschnee an Stromleitungen lokale elektrische Entladungen auftreten.

In Neuenkirch sei der aussergewöhnliche Fall eingetreten, dass nach dem Seilersatz Koronageräusche und ein tiefer Brummton bei bestimmten Wetterbedingungen und Temperaturen verstärkt auftreten, heisst es weiter. An der Oberfläche der neuen Seile bilden sich Wassertropen, die nicht wie gewünscht verrinnen.

Swissgrid arbeitet mit dem Hersteller der Seile sowie Fachexperten an einer Lösung zur Reduzierung der Geräusche. Die Sicherheit der Leitung sei jederzeit gewährleistet gewesen, schreibt Swissgrid weiter. Sie stelle weder für Mensch noch Umwelt eine Gefahr dar. (sda)