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Fussball: Student wird Luzerner Fanarbeiter

Nach drei Jahren gibt Thomas Buchmann die Leitung der Fanarbeit Luzern ab. Seinem Nachfolger hinterlässt er eine gute Ausgangslage. Im Gegensatz zu Zürich hat sich die Situation in Luzern deutlich beruhigt.
Gabriela Jordan
Fabian Achermann (links) ersetzt Thomas Buchmann als Leiter der Fanarbeit Luzern.Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 18. Juni 2018)

Fabian Achermann (links) ersetzt Thomas Buchmann als Leiter der Fanarbeit Luzern.
Bild: Boris Bürgisser (Luzern, 18. Juni 2018)

Bei der Fanarbeit Luzern kommt es demnächst zu einem Personalwechsel: Der bisherige Leiter, Thomas Buchmann (31), will sich nach dreijähriger Tätigkeit wieder vermehrt seinem Beruf als Lehrer widmen. In der Sonderschule in Schachen bei Malters, wo er schon heute arbeitet, kann er sein Pensum ab dem nächsten Schuljahr aufstocken. In Buchmanns Fussstapfen tritt nun per Anfang Juli Fabian Achermann (28). Der Luzerner ist bereits jetzt für die Fanarbeit tätig und aktuell daran, sein Bachelorstudium in Soziokultureller Animation an der Hochschule Luzern zu beenden.

Thomas Buchmann dürfte auf seine Arbeit recht zufrieden zurückblicken. Während zum Beispiel Zürich gerade mit einer Häufung von gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Fussballfans kämpft, ist es in Luzern in den vergangenen Saisons deutlich ruhiger geworden. Das bestätigt auf Anfrage die Luzerner Polizei, die bei den Heimspielen des FC Luzern jeweils vor Ort ist. Demnach war es in letzter Zeit «trotz mehrerer kleiner Scharmützel zwischen Fan-Gruppierungen mehrheitlich ruhig und sicher». Zu grossen Teilen dürfte diese Entwicklung der Fanarbeit Luzern zu verdanken sein. Sie fördert den Dialog zwischen den Fans, dem Club und den Behörden und setzt sich für eine vernünftige Fankultur ein.

Die Übergabe an den Nachfolger läuft bereits

«Wir sind sehr froh, dass es in Luzern in letzter Zeit friedlich ist und Vorfälle wie die in Zürich ausgeblieben sind», sagt Buchmann. «Auch wenn sich einzelne Vorfälle nie ganz ausschliessen lassen, bin ich zuversichtlich, dass wir auf einem guten Weg sind.» Am wichtigsten sei dabei die Vernetzungsarbeit. «Wir sind im Austausch mit all unseren Fans, der Polizei und dem FC Luzern. Durch die Kontakte können wir bei Problemen als Vermittler auftreten.» Damit Fabian Achermann diese Rolle ab Juli gleich übernehmen kann, hat er bereits an mehreren Vernetzungssitzungen teilgenommen. «Es braucht viel Zeit, um alle Leute kennen zu lernen und das Vertrauen zu ihnen aufzubauen. Fabian Achermann hat aber schnell Fuss gefasst und war schon davor gut vernetzt in Luzern», sagt Buchmann über seinen Nachfolger.

Dieser ist von seiner neuen Aufgabe begeistert: «Ich finde es unglaublich spannend, mit den Fans und mit den Offiziellen im Kontakt zu stehen und so zu einem friedlichen Ablauf der Spiele beizutragen.» Positiv überrascht habe ihn zudem, dass der Dialog zwischen den Partnern auf Augenhöhe stattfinden würde und Fans etwa in die Planung des Spieltages einbezogen würden.

Fanarbeit beginnt mit Jugendarbeit

Insgesamt bezeichnet Achermann das Luzerner Modell der Fanarbeit als «sehr konstruktiv», aktuelle Baustellen sieht er keine. Sehr wichtig ist für ihn die Jugendarbeit. Beim Projekt Ragazzi, das die Fanarbeit vor ein paar Jahren ins Leben gerufen hat, ist er schon jetzt involviert. Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren werden dabei «in einem suchtmittelfreien Rahmen» an die Spiele begleitet. Mit dem baldigen Saisonstart des FC Luzern steht Achermann also ein intensiver Fussball-Sommer bevor. Ebenso Thomas Buchmann – der sich dann allerdings wieder auf freie Wochenenden freut.

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