Studie der Hochschule Luzern zeigt: Schweizer Firmen zu zögerlich im «Generationenmanagement»

Die Schweizer Erwerbsbevölkerung wird im Durchschnitt immer älter. Unternehmen setzen sich aber laut einer Studie der Hochschule Luzern kaum mit diesem Thema auseinander. Vor allem der Wissenstransfer zwischen Jung und Alt und die stetige Weiterbildung der Belegschaft seien Problemfelder.

 
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Der Wissenstransfer von Jung zu Alt wird von den meisten Unternehmen als wichtig erachtet. (Bild: imago)

Der Wissenstransfer von Jung zu Alt wird von den meisten Unternehmen als wichtig erachtet. (Bild: imago)

(sda) Generell handeln Unternehmen noch zu zögerlich, wenn es um die Zusammenarbeit zwischen den Generationen geht. Der Wille dem demographischen Wandel im Berufsleben entgegenzuwirken sei zwar vorhanden, konkrete Massnahmen im Bereich «Generationenmanagement» blieben aber Mangelware, heisst es im am Dienstag veröffentlichten «Generationenbarometer» der Hochschule Luzern.

Ziel der Studie sei es gewesen aufzuzeigen, wie aktiv Schweizer Arbeitgeber dem demographischen Wandel und dem Fachkräftemangel mittels «Generationenmanagement» begegnen.

Zu den grössten Problemfeldern innerhalb der Firmen zähle etwa der Wissenstransfer von Jung zu Alt. Dies obwohl das Thema von fast allen befragten Unternehmen als wichtig für den Erfolg erachtet werde, hiess es.

Aber auch bei der Aufrechterhaltung der «Arbeitsmarktfähigkeit» der eigenen Belegschaft gebe es noch grosses Potenzial. Hinzu komme, dass viele Firmen sich gemäss eigener Einschätzung als nicht sehr attraktiv für ältere Mitarbeitende einschätzen würden.

In Sachen Arbeitgeberattraktivität sehen sich die Firmen eher für Lernende, Praktikanten und im Allgemeinen für männliche Mitarbeitende gut aufgestellt.

Die Forschenden befragten 93 Grossunternehmen und 323 KMU. In der Bewertung erzielten die befragten Grossunternehmen 46 von möglichen 100 Punkten. Die befragten KMU kamen im Schnitt auf 58 Punkte.