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STUDIENBERATUNG: Schlechte Noten für Berater

Ehemalige Absolventen der Kantonsschulen Luzern stellen der gymnasialen Ausbildung ein gutes Zeugnis aus. Bis auf zwei Ausnahmen.
Susanne Balli
Eine Umfrage unter Ehemaligen hat gezeigt: Viele Kantischüler sind unzufrieden mit der angebotenen Studienberatung. (Symbolbild) (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Eine Umfrage unter Ehemaligen hat gezeigt: Viele Kantischüler sind unzufrieden mit der angebotenen Studienberatung. (Symbolbild) (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Susanne Balli

Die Studienberatung an den Luzerner Kantonsschulen soll verbessert werden. Eine Umfrage bei ehemaligen Luzerner Maturandinnen und Maturanden hat gezeigt, dass gerade mal jeder vierte Befragte mit der an der Schule erfahrenen Berufs- und Laufbahnplanung zufrieden war. 50 Prozent bekundeten diesbezüglich Unzufriedenheit.

352 Luzerner Absolventen befragt

Befragt wurden insgesamt 2967 Ehemalige von 106 Schulen aus zwölf Deutschschweizer Kantonen. Aus den acht Luzerner Kantonsschulen haben sich 352 Absolventen oder 42,9 Prozent an der Befragung beteiligt. Die Umfrage wurde 2015 vom Institut für externe Schulevaluation auf der Sekundarstufe II Ifes bei Ehemaligen des Maturajahres 2013 durchgeführt. Gestern veröffentlichte der Kanton Luzern die Resultate.

«Positiv überrascht»

Im Grossen und Ganzen stellen die Ehemaligen den Luzerner Gymnasien ein gutes Zeugnis aus. «70 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden mit der Qualität der gymnasialen Ausbildung. Und nochmals 20 Prozent sind zufrieden. Darüber waren wir doch positiv überrascht. Das zeigt die mehrheitlich gute Arbeit an den Schulen», sagt Aldo Magno, Leiter Dienststelle Gymnasialbildung.

Bezüglich Studienberatung habe man den Optimierungsbedarf erkannt, sagt Magno. Die Resultate sind hier national ähnlich ausgefallen. Die Verbesserung der Studien- und Laufbahnberatung gilt für die ganze Schweiz und ist eine Empfehlung der schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren.

Was die Ehemaligen konkret an der Studien- und Laufbahnberatung bemängeln, geht aus der Umfrage nicht hervor. «Die Maturanden können sich mit Hilfe verschiedener Massnahmen vorbereiten.» So besuchen sie laut Magno unter anderem die Berufs-, Studien- und Laufbahnberatung Luzern (BIZ), können an Hochschulbesuchstagen und diversen Veranstaltungen des BIZ teilnehmen; ebenso an Anlässen, wo Ehemalige von ihren Studiengängen erzählen. Zudem können Schnuppertage in der Arbeitswelt bei der Studien- und Berufswahl helfen. Laut Magno wird also einiges zur Studien- und Laufbahnberatung geboten. Dennoch hätten viele Ehemalige die Wahrnehmung, es sei zu wenig in diesem Bereich gemacht worden. «Das liegt vielleicht daran, dass Eigenverantwortung gefragt ist, diese Angebote auch zu nutzen», sagt Magno. Zwingen könne man niemanden dazu. Bei der Studien- und Berufswahl sei zudem auch das weitere (familiäre) Umfeld gefragt.

Handeln will man trotzdem: Ab dem kommenden Schuljahr 2016/17 wird ein Rahmenkonzept zur Studienberatung an den Schulen umgesetzt. Es hat zum Ziel, die Schüler fortan noch mehr für das Thema zu sensibilisieren. «Wir werden mit den Schulleitungen und der Studienberatung zusammensitzen, um allfällige Mängel zu entdecken», sagt Magno. Es sollen praktikable Massnahmen erarbeitet werden, die den Schülern helfen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Zu geringe IT-Kompetenz

Bei den überfachlichen Kompetenzen schätzten die Ehemaligen Bereiche wie Zeitmanagement, Selbstständigkeit und Lösungsfähigkeit mehrheitlich positiv ein. Dies gilt auch für die sozialen Kompetenzen. Lücken wurden betreffend methodischen und IT-Kompetenzen gemeldet. Rund 30 Prozent der Befragten gaben an, in diesen Bereichen Schwierigkeiten zu haben.

Bericht und Resultate zur Ehemaligenbefragung finden Sie unter www.luzernerzeitung.ch/bonus

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