Pfaffnau
Projekt «denkMal» soll Kloster St. Urban nach dem Auszug der Luzerner Psychiatrie neu positionieren

Das barocke Kloster St. Urban befindet sich im Wandel. Die langjährige Nutzung durch die Luzerner Psychiatrie wird nach und nach in den Neubau verlagert, was eine Neuausrichtung der Klosteranlage ermöglicht.

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Das Kloster St. Urban in der Gemeinde Pfaffnau befindet sich im Eigentum des Kantons Luzern. Hauptmieterin ist die Luzerner Psychiatrie (Lups). Zurzeit realisiert die Lups ausserhalb des Klosterareals einen weiteren Neubau. Mit dem Auszug der letzten Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Klosterareal werden in den Klosterräumlichkeiten ab Sommer 2023 rund 2’250 Quadratmeter frei.

Neu-Positionierung durch das Projekt «denkMal»

Wie der Kanton Luzern in einer Mitteilung schreibt, verfüge das Kloster St. Urban «gemessen am Potential zurzeit über eine geringe touristisch-kulturelle Anziehungskraft».

Das Kloster in St.Urban soll zu einem Anziehungspunkt werden.

Das Kloster in St.Urban soll zu einem Anziehungspunkt werden.

Bild: z.V.g.

Dies soll geändert werden und die Räumlichkeiten umgenutzt werden. Um diese strategischen Ziele zu erreichen, wird unter der gemeinsamen Projektträgerschaft der IG «denkMal Kloster St. Urban» und der Dienststelle Immobilien des Kantons Luzern das Projekt «denkMal» lanciert.

Über die IG «denkMal Kloster St. Urban»

Mit der Bewilligung des NRP-Projekts «denkMal» wurde Anfang 2022 auch die IG «denkMal Kloster St. Urban» gegründet. Diese setzt sich bei der Gründung aus Mitgliedern der aktuellen Nutzer der Klosterräumlichkeiten sowie aus lokal und regional verankerten Personen, die an der Entwicklung des Klosters St. Urban interessiert sind, zusammen. Die Gründungsmitglieder sind die folgenden:

Franz Wüest, Präsident IG
Peter Schwegler, CEO Lups
Thomas Grüter, Berghof Erlebnis AG
Walter Schär, schaerraum AG
Marco Negri, Kultur und Freizeit Kloster St. Urban AG (KFK)

Weitere Mitglieder sind im Rahmen des Projektes vorgesehen.

Finanziert wird das Projekt je zur Hälfte durch Eigenmittel und Eigenleistung der Projektträgerschaft sowie durch NRP- Mittel in der Höhe von 440’000 Franken. Die baulichen Anpassungen, welche durch die im Projekt erarbeiteten Anforderungen anfallen werden, sind nicht Bestandteil der NRP-Finanzierung.

Neue Regionalpolitik NRP

Mit der Neuen Regionalpolitik (NRP) unterstützen Bund und Kantone seit 2008 innovative regionale Projekte zur Steigerung der Wertschöpfung im ländlichen Raum, sie einen Beitrag zur Steigerung der Standortattraktivität und Schaffung sowie Erhaltung von Arbeitsplätzen leisten. Seit 2008 hat der Kanton Luzern im Rahmen der Neuen Regionalpolitik rund 70 Projekte unterstützt und dabei geschätzt 320 Arbeitsplätze geschaffen, respektive gesichert.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Evaluation bis Anfang 2023

Im Rahmen des Projekts «denkMal» werden nun bis Anfang 2023 mögliche neue Angebote und Nutzungen der Klosterräumlichkeiten evaluiert und in einem Businessplan konkretisiert. Anschliessend wird entscheiden, in welchem Umfang die Umsetzung erfolgen kann.

Diese neuen Angebote legen den Grundstein für die Positionierung des Klosters St. Urban und die neue Trägerschaftsform sowie die damit verbundene gesteigerte Wertschöpfung für die Drei- Kantone-Region Luzern-Bern-Aargau. In enger Kooperation mit den regionalen Playern in und um St. Urban soll das Kloster zu einer Attraktion entwickelt werden, die aktiv von der Schweizer Wirtschaft genutzt wird.

Teams aus Unternehmen, Verbänden und anderen Organisationen sollen die historisch belegbare kreative und spirituelle Kraft des Klosters St. Urban nutzen, um an Zukunftsthemen zu forschen und Innovationen zu entwickeln.

Die breit angedachte Produkt- und Dienstleistungspalette umfasst mit Events und Veranstaltungen, kulturellen Aktivitäten, Beherbergungsangeboten von Gästen, Gastronomie, regionalen Erzeugnissen, Aus- und Weiterbildungsangeboten, Co-Working-Spaces, Werkstätten, Seminaren und Workshops oder einem Museum ein äusserst vielseitiges Angebot und verspricht ein entsprechend grosses Wertschöpfungspotenzial für die Gemeinde und die Region. (jwe)

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