STURM: Vor 10 Jahren fegte Lothar über die Schweiz

Am Stephanstag 1999 fegte der Jahrhundertsturm Lothar über die Schweiz. Auch im Kanton Luzern hinterliess der Sturm grosse Schäden.

Drucken
Teilen
Der Säliwald in Ruswil kurz nach dem Sturm Lothar. (Bild pd)

Der Säliwald in Ruswil kurz nach dem Sturm Lothar. (Bild pd)

Am 26. Dezember 1999 fiel im Kanton Luzern eine Million Kubikmeter Holz dem Sturm Lothar zum Opfer, 13 Millionen waren es in der ganzen Schweiz. Das sind drei- bis viermal soviel wie in einem durchschnittlichen Jahr im Kanton Luzern geerntet wird, heisst es in einer Mitteilung der Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa).

Lothar forderte bei Aufräumarbeiten in den Luzerner Wältern vier Todesopfer und brachte die Holzlogistik und die Holzpreise zum Zusammenbruch.

10,9 Millionen Kredit und Wiederbewaldung
Regierungsrat und Grosser Rat stellten rasch Sonderkredite in der Höhe von insgesamt 10,9 Millionen Franken zur Verfügung. Die Strategie des Kantons: Sofortmassnahmen für die öffentliche Sicherheit, Hilfe zur Selbsthilfe sowie eine Wiederbewaldung der Sturmflächen.

Bereits im Herbst 2000 konnte laut Lawa das Lothar-Wiederbewaldungsprojekt gestartet werden. Ausserdem hatten die Kantonsbehörden entschieden, die beschränkten Mittel vor allem in den Aufbau einer neuen, widerstandsfähigen Waldgeneration einzusetzen. Damit wollte man eine Massenverbreitung des Borkenkäfers eindämmen. Laut Mitteilung hat sich die Borkenkäfersituation inzwischen tatsächlich entschärft.

Waldeigentümer zusammengeschlossen
2006 startete Lawa gemeinsam mit dem Verband Luzerner Waldeigentümer (VLW) das Projekt «Förderung von Regionalen Organisationen (RO) zur eigentumsübergreifenden Waldbewirtschaftung». Bis heute haben sich 4000 Waldeigentümer in elf regionalen Organisationen zusammengefunden. Im Kanton Luzern gibt es rund 12'000 private Waldbesitzer, die den grössten Teil des Waldes besitzen.

ana