Sturm wütete auch über dem Kanton Luzern

Die starken Gewitter und Sturmböen der vergangenen Nacht haben auch den Norden des Kantons Luzern heimgesucht. Bäume wurden entwurzelt und Keller überflutet. Die Unwettergefahr ist noch nicht vorbei.

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In Zofingen wurde der Hirschpark in Mitleidenschaft gezogen. (Leserbild Konrad Wüest).

In Zofingen wurde der Hirschpark in Mitleidenschaft gezogen. (Leserbild Konrad Wüest).

Laut Angaben der Luzerner Polizei wütete das Unwetter vor allem im Wiggertal in den Gemeinden Reiden und Wikon. In Wikon fiel ein Baum auf ein Haus und deckte ein Dach ab. In Reiden entwurzelte der Sturm verschiedene Bäume und beschädigten ein Haus und einen Lastwagen. Ein Anhänger kippte durch eine Sturmböe um.

Weitere Meldungen von überfluteten Strassen, Wasser in Häuser und Keller kamen aus den Gemeinden Buttisholz, Ettiswil und Rain. Im Einsatz standen die Orts- oder Regionalfeuerwehren der betroffenen Gebiete. Insgesamt gingen rund zwei Dutzend Anrufe bei der Einsatzleitzentrale der Luzerner Polizei ein.

Bis am Mittwochmorgen konnten die Feuerwehren wieder in ihre Depots zurückkehren.

Es regnet weiter

Die Unwettergefahr ist noch nicht vorbei. Im Laufe des Tages muss mit weiteren, teils kräftigen Regenschauern und Gewittern gerechnet werden. Auch diese können strichweise wieder Hagel, Starkregen und Sturmböen bringen. Am Abend und in der Nacht geht es dann mit teils intensivem Dauerregen weiter. Dieser könnte vor allem entlang der Voralpen hochgehende Bäche und einzelne Murgänge verursachen.

pd/rem

Einsatz der Wasserpolizei

Am Dienstagabend musste die Wasserpolizei wegen der ersten Gewitter auf dem Vierwaldstättersee ausrücken. Bei der Polizei gingen einige Anrufe wegen Booten ein, die in Seenot geraten waren. Die Besatzung des Kursschiffes «MS Schwyz» konnte einen ins Wasser gefallenen Segler im Luzerner Becken an Bord nehmen. Er wurde nicht verletzt. Er war bei einem Segelmanöver aus dem Boot gefallen.

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