Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SÜDPOL: Luzerner Sinfonieorchester reicht Baugesuch für neues Millionen-Probehaus ein

Das Baugesuch für das neue Probehaus des Luzerner Sinfonieorchesters (LSO) wurde nun eingereicht. Damit es nicht zum Verkehrschaos kommt, muss das LSO auf die Nachbarn Rücksicht nehmen.
Robert Knobel
So soll das Probehaus des Luzerner Sinfonieorchesters beim Südpol aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

So soll das Probehaus des Luzerner Sinfonieorchesters beim Südpol aussehen. (Bild: Visualisierung: PD)

Robert Knobel

robert.knobel@luzernerzeitung.ch

Die Pläne tönen spektakulär: Neben dem Südpol soll ein eigenes Probehaus für das Luzerner Sinfonieorchester (LSO) entstehen. Auch die Stadtmusik Luzern soll dort künftig proben können, zudem ist geplant, die Kinder- und Familienkonzerte des LSO ins neue Haus zu verlegen. Im vergangenen Herbst stellte das LSO diese Pläne vor.

Jetzt liegt das Bauprojekt bei der Gemeinde Kriens auf. Demnach kommt das Gebäude direkt neben dem Südpol auf dem Parkplatz zu stehen. Mit 23,5 Metern ist es fast doppelt so hoch wie der Südpol. Die Kosten werden im Baugesuch mit total 9,3 Millionen Franken angegeben. Das Grundstück gehört der Stadt Luzern – die Stiftung LSO übernimmt es im Baurecht, das bis zum Jahr 2092 läuft. Der Baurechtszins beträgt 6000 Franken pro Jahr.

Dreimal so grosser Proberaum wie im KKL

Herzstück des Baus ist der grosse Probesaal im 3. Obergeschoss. Dieser ist dreimal so gross wie der Proberaum im KKL, in dem das Orchester heute probt. Ende 2019 soll der neue Saal bezogen werden. Der Baubeginn ist für Oktober 2018 vorgesehen. Zum Projekt gehört auch eine Solar­anlage auf dem Dach. Sie hat eine Leistung von 59 Kilowatt.

Ab dem Jahr 2020 wird das Gebiet rund um den Südpol zu einem richtigen Kultur-Hotspot. Das neue Probegebäude des LSO kommt nämlich direkt zwischen dem Südpol und der neuen Musikhochschule zu stehen, welche voraussichtlich 2020 eröffnet wird. Im Neubau der Hochschule wird zudem ein weiterer Konzertsaal Platz finden.

Die drei Kulturzentren werden auch entsprechend viel Publikum anziehen – Konzertbesucher einerseits, Künstler und Studenten andererseits. Heute gibt es beim Südpol 31 Parkplätze. Dank der Tatsache, dass das LSO-Probehaus quasi auf Stelzen gebaut wird, können diese Parkplätze bestehen bleiben. Hinzu kommen weitere 14 Parkplätze, die bei der Musikhochschule zur Verfügung stehen werden. Insgesamt müssen die drei Häuser also mit 45 Parkplätzen auskommen.

Grossanlässe sollten nicht zeitgleich stattfinden

Damit es in Spitzenzeiten nicht zum Verkehrschaos kommt, müssen die drei Institutionen ihre Veranstaltungen gemeinsam koordinieren. So sollen nicht mehrere Grossanlässe gleichzeitig stattfinden. Dieser Auftrag ist im Mobilitätskonzept für den LSO-Bau definiert.

Die Parkplätze sollen zudem kostenpflichtig werden (1.50 Franken pro 30 Minuten). Die maximale Parkdauer beträgt tagsüber 2 Stunden, ab 19.45 Uhr gilt eine Nachtpauschale von 10 Franken. Mit diesen Restriktionen soll gemäss dem Mobilitätskonzept vermieden werden, dass etwa Studenten der Musikhochschule die Parkplätze dauerhaft besetzen. Im Übrigen soll die Anreise per Velo sowie öffentlichen Verkehr (etwa mit Kombi-Tickets) gefördert werden.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.