SURA AL-SHAWK: «Bin überrascht, wie viele für ein Verbot sind»

Die Ebikonerin Sura Al-Shawk hat auch ausserhalb der Luzerner Kantonsgrenze zu reden gegeben. Die Basketballspielerin ist aufgrund ihres Kopftuches nicht an der Meisterschaft zugelassen.

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Sura Al-Shawk. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Sura Al-Shawk. (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

«Ich hätte nicht damit gerechnet, dass die Sache so schnell die Runde machen würde», sagt die 19-Jährige. Überrascht hätten sie vor allem die Kommentare, die auf diversen Internetportalen zu lesen sind. «Viele Äusserungen sind negativ und richten sich teilweise persönlich gegen meine Person. Das hat am Anfang wehgetan», meint Al-Shawk. «Mittlerweile kann ich solche Kommentare zwar gut wegstecken – trotzdem bin ich überrascht, wie viele Leute für das Kopftuchverbot sind.»

Man spreche sie zwar nicht gerade deswegen auf der Strasse an – «aber Blicke sagen oft mehr als Worte». Was sie jedoch sehr gefreut habe, sei die Tatsache, dass die meisten politischen Parteien hinter ihr stünden. Auch aus ihrem Umfeld habe die Ebikonerin viele positive Rückmeldungen erhalten. Vom Basketballverband hat sie bislang nichts gehört.

Daniel Schriber/red