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SURSEE: Bei der Jagd kann er sich erholen

Peter Küenzi (57) wurde am Fäälimärt zum höchsten Jäger des Kantons gewählt. Der Krienser spricht über das Grossraubwild – und über seine neuen Prioritäten.
Interview Ernesto Piazza
Inmitten von Fuchsfellen: Peter Küenzi (57), neuer Präsident des Verbandes Revier Jagd Luzern. (Bild Dominik Wunderli)

Inmitten von Fuchsfellen: Peter Küenzi (57), neuer Präsident des Verbandes Revier Jagd Luzern. (Bild Dominik Wunderli)

Ernesto Piazza

Zum «Jägersonntag», dem Fäälimärt Sursee, sind gestern rund 1500 Personen in die Stadthalle gekommen. Neben Fuchs-, Marder-, Gäms- und Dachsfellen wurde auch viel Handwerkliches rund um die Jagd angeboten. Zudem wählte die Generalversammlung Peter Küenzi zum neuen Präsidenten des Verbandes Revier-Jagd Luzern (RJL).

Peter Küenzi, Sie stehen jetzt den vier Sektionen Entlebuch, Hinterland, Seetal und Pilatus vor. Was bedeutet dieses Amt für Sie?

Peter Küenzi: Ich empfinde viel Freude und bin dankbar für das mir von der Generalversammlung entgegengebrachte Vertrauen. Doch es steht ausser Frage: Diese Wahl ist mit zusätzlicher Arbeit verbunden.

Fäälimärt Sursee (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursee (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursee (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursee (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursee (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursee (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursee (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursee (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Fäälimärt Sursse (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
Peter Küenzi, der neue Präsident des Verbands Revier Jagd Luzern. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)
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Fäälimärt in Sursee

Sie sind als stellvertretender Generalagent bei einer bekannten Versicherungsgesellschaft tätig. Wie wollen Sie dies unter einen Hut bringen?

Küenzi: Meine berufliche Tätigkeit lässt mir immer wieder Freiräume. Diese werde ich weiterhin für die Jagd und neu für die präsidialen Aufgaben nützen. Aber klar: Bei meiner Freizeit wird es wohl eine kleine Verschiebung von der Familie hin zur Jagd geben. Hier geniesse ich jedoch von meiner Frau die volle Unterstützung. Sicher kommt mir auch entgegen, dass mein privates Umfeld naturverbunden ist.

Wie kamen Sie überhaupt zur Jagd?

Küenzi: Als ich mich vor rund 20 Jahren für die Jagd entschied, suchte ich eine Passion, die nichts mehr mit Leistungssport zu tun hat. Und wie man sieht, fühle ich mich nach wie vor sehr wohl bei der Jagd. (Anm. d. Redaktion: Küenzi gehörte früher dem nationalen Ski-B-Kader an.)

Was bedeutet die Jagd für Sie?

Küenzi: Sie gibt mir den stimmigen Ausgleich zu meiner beruflichen Tätigkeit. In der Natur die Zeit verbringen zu dürfen und dabei nur für sich selber verantwortlich zu sein, ist für mich Erholung pur. Weiter finde ich immer wieder faszinierend, mit den permanenten Veränderungen bei Mensch, Tier und Natur umgehen zu lernen. Zudem möchte ich die tolle Kameradschaft auf keinen Fall missen.

Jeder Jäger hat bestimmt ein Lieblingsgebiet. Welches ist Ihres?

Küenzi: Selbstverständlich bin ich im Pilatusgebiet – bei der Gebirgsjagd meiner eigenen Jagdgesellschaft Kriens-Grüebli – zu Hause. Die grösste Herausforderung stellt sich für mich jedoch immer wieder bei der Hochgebirgsjagd in Österreich.

Wo sehen Sie als Präsident die grösste Herausforderung beim RJL?

Küenzi: Ich möchte in erster Linie die Kommunikation verbessern. Und zwar auf allen Ebenen. Beginnend im eigenen Revier müssen wir – sofern nötig – auch das Gespräch mit Nichtjagenden oder Jagdgegnern suchen. Dazu braucht es aber von beiden Seiten den nötigen Respekt. Wenn jemand gegen die Jagd ist, können wir daran nichts ändern. Doch mit guter Kommunikation lässt sich oft ein gemeinsamer Weg finden.

Beispielsweise?

Küenzi: Der Diskussion um die Jagd von Wolf und Luchs, also von Grossraubwild, müssen sich alle Involvierten stellen. Auf 100 Quadratkilometer im Gebiet Pilatus, über das Entlebuch bis an die Berner Grenze entfallen beispielsweise 1,8 Luchse. Diese Tiere sind für das Schalenwild wie Reh, Gämse oder Hirsch eine Gefahr. Gefordert sind wir auch im Umgang mit der Zunahme der Wildschweinpopulation im Kanton Luzern. Hier braucht es in meinen Augen eine Regulierung.

Wie steht es um den Jägernachwuchs?

Küenzi: Erfreulich ist, dass viele Städter die Jagd entdecken und die nicht unerheblichen Prüfungshürden meistern wollen. Im Entlebuch zum Beispiel mache ich mir um den Nachwuchs überhaupt keine Sorgen. Dort war es – zumindest früher – oft so, dass die Jagdprüfung noch vor der Autoprüfung gemacht wurde.

Sie haben einen weiteren Fäälimärt erlebt. Wie sehen Sie seine Zukunft?

Küenzi: Wenn ich wieder all die Besucher gesehen habe, muss ich sagen: Dieser Anlass ist für uns Jäger nicht wegzudenken.

* Peter Küenzi (57) ist verheiratet mit Trix und Vater der beiden Zwillinge Mauro und Livia (27). Bisher stand der in Kriens wohnhafte stellvertretende Generalagent der Sektion Pilatus als Präsident vor.

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