SURSEE: Calida-Chef möchte Dekotierung von Lafuma

Der Chef des Bekleidungsherstellers Calida, Felix Sulzberger, lässt durchblicken, dass er eine Dekotierung der französischen Firma Lafuma von der Börse anstreben könnte. Dafür müsste Calida die Beteiligung aber von heute rund 60 Prozent auf 95 Prozent ausbauen.

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Calida-Chef Felix Sulzberger strebt eine Dekorierung von Lafuma an der Pariser Börse an. (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Calida-Chef Felix Sulzberger strebt eine Dekorierung von Lafuma an der Pariser Börse an. (Bild: Keystone / Walter Bieri)

Es sei mühsam, an zwei Börsen kotiert zu sein, umso mehr als es in Frankreich für kotierte Unternehmen «unzählige» Regeln zu beachten gelte, sagte Sulzberger in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Temps» vom Montag. Calida ist in Zürich an der Börse kotiert, die Beteiligung Lafuma in Paris.

Um Lafuma von der Börse nehmen zu können, müsse Calida aber nach französischem Recht 95 Prozent der Aktien besitzen, sagte Sulzberger weiter. Eilig habe man es nicht. Das in Sursee ansässige Unternehmen Calida hatte im vergangenen Jahr seine Beteiligung an Lafuma auf 59,9 Prozent ausgebaut und die operative Verantwortung übernommen.

Man habe es vor allem auf die Bergsportbekleidungsmarke Millet Mountain abgesehen, sagte Sulzberger. Für die ebenfalls zu Lafuma gehörende Surf- und Boardmodemarke Oxbow gingen dagegen laut Sulzberger bereits Kaufanfragen ein. Es sei aber noch kein Entscheid gefallen.

Calida hatte bei Lafuma eine Restrukturierung eingeleitet, welche die Schliessung des Standortes Paris sowie den Abbau von 150 Stellen beinhaltet.

Zur Calida-Strategie nach der Lafuma-Übernahme sagte Sulzberger, dass Frankeich nicht das Hauptziel gewesen sein. Die Strategie nehme ganz Europa in den Fokus, mit einem Akzent auf Deutschland und Skandinavien. Aber auch Asien, etwa Japan und China, biete gute Chancen.

sda