SURSEE: Calida schneidet unerwartet gut ab

Der Wäschehersteller Calida hat 2008 trotz einem Gewinneinbruch um fast einen Drittel unerwartet gut abgeschnitten. Allerdings wurde die Gewinnerosion im zweiten Halbjahr gebremst.

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In einem Calida-Geschäft in der Luzerner Innenstadt. (Bild Peter Appius/Neue Lz)

In einem Calida-Geschäft in der Luzerner Innenstadt. (Bild Peter Appius/Neue Lz)

Calida erzielte letztes Jahr einen Reingewinn von 10,6 Millionen Franken. Das waren 30,7 Prozent weniger als im Vorjahr, wie die Unternehmung am Freitag in Sursee im Kanton Luzern bekannt gab. Der Umsatz sank um ein Prozent auf 229,6 Millionen Franken. Dies wurde einzig auf die Abschwächung des Euros gegen den Franken zurückgeführt. Währungsbereinigt resultierte eine leichte Zunahme der Verkäufe um 1,4 Prozent.

Mehr Eigenkapital und eine «solide» Kapitalstruktur
Der Betriebsgewinn betrug 15,9 Millionen Franken oder 7,4 Prozent des Umsatzes. Der Cash-Flow stieg um 65,7 Prozent auf 22,2 Millionen Franken. Die Aktionäre sollen eine im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Dividende von acht Franken je Aktie erhalten.
 
Die Kapitalstruktur sei sehr solid, hiess es weiter. Die Nettoverschuldung des Vorjahres von 2,6 Millionen Franken sei getilgt. Ende Jahr habe die Unternehmung über eine Nettoliquidität von 4,7 Millionen Franken verfügt. Entsprechend stieg die Eigenkapitalquote von bereits hohen 65,3 Prozent auf 68,4 Prozent an.
 
«Rechtzeitig auf die Krise reagiert»
Obwohl sich die Konsumentenstimmung vom zweiten Quartal an unerwartet rasch eintrübte, behauptete sich Calida nach eigenen Angaben gut. Man habe rechtzeitig auf die sich abzeichnende Krise reagiert. Der strategische Fokus auf den Ausbau der Retailnetze bei den Marken Calida und Aubade der Flexibilisierung des Geschäftsmodells mit möglichst tiefen Produktionsfixkosten bewährte sich laut Calida-Chef Felix Sulzberger. Der Schweizer Markt hielt sich besser als die Exportmärkte. Und bei den Produkten waren Dessous und Lingerie bedeutend krisenanfälliger als Tag- und Nacht-Wäsche.
 
Für 2009 verzichtet Calida auf eine detaillierte Prognose. Eine nochmalige deutliche Abschwächung der Konsumnachfrage wird nicht ausgeschlossen. Falls nötig könnten rechtzeitig Massnahmen ergriffen werden. Calida sei aber gut aufgestellt, um auch in einem schwierigeren Umfeld erfolgreich zu bestehen.
 
ap