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SURSEE: Calida will Abhängigkeit von Frankreich lockern

Die Wäsche- und Sportkleiderherstellerin Calida hat im ersten Halbjahr 2016 mehr verkauft und verdient als im Vorjahr. Trotzdem blickt sie nur verhalten in die zweite Jahreshälfte, dies weil die zugekauften Lingerie- und Outdoor-Marken stark vom verunsicherten französischen Markt abhängig sind.
Kleider der Marke Calida verkaufen sich besser als auch schon. (Archiv) (Bild: KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT)

Kleider der Marke Calida verkaufen sich besser als auch schon. (Archiv) (Bild: KEYSTONE/STEFFEN SCHMIDT)

Die Calida Gruppe erzielte im ersten Halbjahr 2016 einen Umsatz von 178,9 Millionen Franken. Dies sind 6,4 Prozent mehr als in der Vorjahresperiode. Auch beim Ertrag legte das Unternehmen zu. Der Betriebsgewinn stieg um 42,2 Prozent auf 4,9 Millionen Franken. Der Unternehmensgewinn verfünffachte sich auf 3,5 Millionen Franken.

Die Rahmenbedingungen seien im ersten Semester nicht einfach gewesen, schreibt Calida in dem am Mittwoch veröffentlichten Halbjahresbericht. Der Winter sei zu mild, der Frühling verregnet gewesen. Negativ auf die Konsumneigung habe sich auch die politische Entwicklung ausgewirkt.

Calida führt dabei die Diskussionen um den Brexit und die Terroranschläge in Frankreich an. Frankreich ist der Hauptmarkt der Calida Gruppe, nachdem sie in der Vergangenheit verschiedene französische Unternehmen aufgekauft hat.

So mussten die Lingerie-Marke Aubade, die zwei Drittel ihrer Verkäufe in Frankreich generiert, und die Surf-Marke Oxbow, die zu 90 Prozent von Frankreich abhängig ist, Umsatzeinbussen hinnehmen. Calida will in diese Marke investieren und sie stärker auf den internationalen Markt ausrichten.

Schwacher Vorverkauf

Internationalisiert werden soll auch die Outdoor-Sparte mit den Marken Millet, Eider und Lafuma. Diese Sparte konnte zwar insgesamt zulegen. Weil aber die Lagerbestände bei den Kunden wegen des warmen letzten Winters hoch sind, wurden die Kollektionen für den nächsten Winter nur zurückhaltend geordert.

Ausbezahlt hat sich die Internationalisierung bereits bei den Gartenmöbeln, mit denen gemäss Geschäftsbericht ein gutes Ergebnis erzielt worden ist.

Rund einen Drittel des Umsatzes erzielt die Gruppe mit ihrer Stammmarke Calida. Diese erzielt mehr als 40 Prozent des Umsatzes in der Schweiz. Die Verkäufe würden weiterhin durch die Aufwertung des Frankens und die Auslandeinkäufe der Schweizer belastet, heisst es im Halbjahresbericht. Trotzdem habe sich die Calida-Marke positiv entwickeln und Umsatz und Ertrag steigern können.

Noch vieles unklar

Der Ausblick der Gruppe auf die zweite Jahreshälfte ist verhalten. Weil die Auswirkungen des Brexit noch weitgehend unklar seien, dürften sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen grundsätzlich nicht besser werden.

Negativ auf das Ergebnis auswirken werden sich gemäss Calida die schwachen Vorverkäufe für den nächsten Winter und die Investitionen in die einzelnen Marken und deren Internationalisierung. Das Ergebnis werde leicht unter dem Vorjahr zu liegen kommen, heisst es im Halbjahresbericht. Stabilisiere sich die Währungssituation, könne der Umsatz auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Ziel der Calida-Gruppe ist es, künftig organisch und nicht mehr durch Zukäufe zu wachsen. Der Verwaltungsrat hat den neuen Calida-Chef Reiner Pichler mit der Umsetzung der entsprechenden Strategie beauftragt, wie er im Geschäftsbericht schreibt.

Pichler hatte die Leitung am 1. April 2016 übernommen. Sein Vorgänger Felix Sulzberger, hatte dagegen auf Zukäufe gesetzt. Sulzberger überwarf sich mit der Gründerfamilie und verliess im April den Verwaltungsrat.

sda

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