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SURSEE: Das Kantifest steigt – trotz anfänglicher Turbulenzen

Das Jubiläumsfest 150 Jahre Kantonsschule Sursee wurde Anfang Jahr abgesagt – aus finanziellen Gründen. Heute findet es doch statt. Schüler und OK-Präsident Serafin Curti (20) sagt, wie es zur Kehrtwende kam.
Interview Susanne Balli
Feiert ihr 150-jähriges Bestehen: Die Kantonsschule in Sursee. (Bild: Corinne Glanzmann)

Feiert ihr 150-jähriges Bestehen: Die Kantonsschule in Sursee. (Bild: Corinne Glanzmann)

Serafin Curti, das «KantiFäscht» zum 150-jährigen Bestehen der Kantonsschule Sursee hätte eigentlich am 7. April stattfinden sollen, wurde aber wegen des budgetlosen Zustands des Kantons und der damit fehlenden finanziellen Mittel im Januar abgesagt. Heute steigt es doch. Wie kommt das?

Wir haben vor über einem Jahr mit der Planung des Festes begonnen. Vom Kanton respektive von der Schulleitung waren damals auch bereits das Budget von 5500 Franken und eine Defizitgarantie von 5500 Franken gesprochen. Als wir erfuhren, dass das Geld gestrichen wird, war die Enttäuschung riesig, zumal bereits der offizielle Festakt, der für den 17. März vorgesehen war, abgesagt und schon eingeladene Gäste wieder ausgeladen werden mussten.

Und was passierte dann?

Der Rektor hat sich daraufhin beim Regierungsrat sehr für das Kantifest eingesetzt. Schliesslich wurde das ursprüngliche Budget doch gesprochen.

Das Festprogramm musste nicht abgespeckt werden?

Nein, wir konnten das Programm sogar noch ausweiten. Denn wir hatten nach der Hiobsbotschaft der Regierung schon zu Notmassnahmen gegriffen und die Eltern um Spenden gebeten. Dabei haben wir 12 500 Franken an Spendengeldern eingenommen.

Dann braucht ihr gar nicht den ganzen vom Kanton gesprochenen Betrag?

Wir versuchen, das Budget nicht auszureizen. Aber es ist im Vorfeld schwierig abzuschätzen, wie viel wir über Eintritte, Essen und Getränke einnehmen.

Welches sind die Highlights des Festes?

Ab 21 Uhr spielen diverse Bands wie die Luzerner Rap-Band Marash & Dave oder der Beatboxer Nino G sowie kantiinterne Bands. Zwischen 18 und 21 Uhr sind diverse Spiele für die jüngeren Schüler geplant, es gibt unter anderem auch Kilbistände und verschiedene kleine Restaurants sowie ein Festzelt mit Lounge. Zudem steigt ein Feuerwerk.

Sogar ein Shuttlebus steht den Besuchern für die Heimfahrt zur Verfügung.

Genau. Sehr viele Schüler wohnen in umliegenden Gemeinden. Für 10 Franken können sie sich von einem Transportunternehmen sicher nach Hause fahren lassen.

Sie sind OK-Präsident und präsidieren zudem seit über drei Jahren den Verband der Luzerner Schülerorganisationen. Damit sind Sie einer der Köpfe der Schüler-Protestbewegung gegen den Abbau im Bildungswesen und haben in diversen Medien Aufmerksamkeit erhalten. Hat Ihnen diese Popularität bei der Rettung des Kantifestes geholfen?

Nein, das würde ich nicht sagen. Wir haben die Finanzierung des Kantifestes vor allem dem Einsatz unseres Rektors Christoph Freihofer zu verdanken.

Nach dem kantonalen Volks-Nein zur Steuererhöhung wird nun in allen Bereichen stark gespart, auch in der Bildung. Sind damit weitere Proteste von Seiten der Schülerorganisationen geplant?

Mit Sicherheit, wenn es notwendig ist. Aber ich besuche ab dem kommenden Schuljahr die Abschlussklasse und werde dann das Präsidium abgeben, um mich auf die Matura vorzubereiten.

Interview Susanne Balli

susanne.balli@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Das «Kantifäscht» steigt für Kantischülerinnen und -schüler, Ehemalige, geladene Gäste und Lehrpersonen. Jeder Schüler durfte jeweils zusätzlich vier Gäste auf eine Gästeliste setzen lassen.

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