SURSEE: Das Theater zeigt seine vielfältigen Facetten

Von Freitag bis Sonntag steht die Stadt ganz im Zeichen ihres Theaters. Schweizweit bekannte Künstler, aber auch einheimische Vereine sollen beim Fest den Funken zünden.

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Packen mit an: Isabelle Ruf (links), Direktorin des Stadttheaters, bei den Festvorbereitungen. Auch Lars Boliger (Technik) und Luzia Dahinden (Gastronomie) helfen beim Aufbau der Festbänke mit. (Bild: Nadia Schärli (Sursee, 7. September 2017))

Packen mit an: Isabelle Ruf (links), Direktorin des Stadttheaters, bei den Festvorbereitungen. Auch Lars Boliger (Technik) und Luzia Dahinden (Gastronomie) helfen beim Aufbau der Festbänke mit. (Bild: Nadia Schärli (Sursee, 7. September 2017))

Jahr für Jahr serviert das Stadttheater Sursee seinen Besuchern kulturelle Leckerbissen. So ging beispielsweise in dieser Spielzeit erstmals die Fledermaus über die Bühnenbretter. Die weltberühmte Operette von Johann Strauss war praktisch immer ausverkauft und vermochte 13 000 Theaterfreunde zu begeistern.

Von heute bis Sonntag öffnet das Stadttheater Sursee nun erstmals seine Türen für die breite Öffentlichkeit. Auf dem Programm stehen zahlreiche Highlights von Musik über Film und Theater bis hin zu Comedy. Es treten sowohl einheimische Vereine, wie auch schweizweit bekannte Künstler auf. «Wir möchten mit dem Soorser Theaterfäscht Interessierten jeden Alters die vielfältige Nutzung dieses Hauses zeigen und das Stadttheater für alle Generationen zum Erlebnis machen», sagt die Direktorin Isabelle Ruf-Weber.

Einen ganzen Tag stehen Kinder im Mittelpunkt

Die Idee, einen solchen Anlass durchzuführen, hätte sie schon lange mit sich rumgetragen, sagt Ruf. Jetzt, nach rund eineinhalb Jahren Vorlaufzeit, steht das Programm, und «es ist eine riesige ­logistische Herausforderung». Bereits am Eröffnungsabend ­bekommen die Besucher im Stadttheater Sursee die verschiedenen Sparten gezeigt. Beispielsweise präsentiert Heidi Maria Glössner, bekannt aus dem Film die Herbstzeitlosen, das Schauspiel «Marlene – Plauderei am Klavier». Oder in Zusammenar­beit mit dem Kinoclub wird der preisgekrönte Schweizer Kurzfilm «Ma vie de Courgette» gezeigt.

Am Samstag gehört die Bühne voll und ganz den Kleinen, unter anderem mit Filmen für Kinder. «Der Auftritt von rund 200 Musikschülern auf einmal wird uns speziell fordern», erklärt Isabelle Ruf. «Das Teddybärkonzert wird sicherlich ein besonderer Magnet für die Kleinen.» Wird der Garten mit diversen Kurzkonzerten bereits an den ersten beiden Tagen mit ins Programm integriert, finden die Events vom Sonntag ausschliesslich draussen statt. Dabei sorgen die «Red Hot Serenaders Orchestra» auch für jazzige Klänge.

Dass am Soorser Theaterfäscht auch einheimische Vereine teilnehmen, «verleiht dem Anlass noch einen speziellen Reiz», ist Isabelle Ruf überzeugt. Auftreten werden unter anderem die Stadtmusik Sursee und diverse Chöre. «Die Zusagen erfolgten ganz spontan», erklärt die Direktorin.» Im Garten finden zudem bei sogenannten Sofagesprächen diverse zehnminütige Talks mit auswärtigen Gästen und lokaler Prominenz statt.

Neben Isabelle Ruf gehören Hans Ambühl, Präsident Stiftung Stadttheater Sursee, und Betriebsleiter Jost Meyerhans zum Kernteam des Soorser Theaterfäschts. Das Budget des dreitägigen Anlasses beträgt rund 30 000 Franken. «Wir versuchen die finanziellen Ressourcen gezielt einzusetzen», erklärt die Direktorin des Hauses. Stiftungspräsident Hans Ambühl sagt zu dieser Thematik: «Auch vom Theaterhimmel regnet es kein Geld. Die Surseer Bühne musste es sich seit jeher selber verdienen.» Das Stadttheater, welches seit 1981 als Stiftung geführt wird, ist deshalb immer wieder auf Mäzene und Gönner angewiesen. Dies auch, weil es zur Förderung des Surseer Kulturlebens das Theater einheimischen und nicht kommerziellen Veranstaltern zu günstigen Konditionen zur Verfügung stellt. «Die daraus erzielten Einnahmen sind jedoch nicht kostendeckend», erklärt Ambühl. Um hier das Minus zu tilgen, reichten auch die jährlichen 55 000 Franken der Stadt Sursee nicht. Diesen Betrag zahlt sie seit 2012 als Abgeltung für sogenannte Gemeinleistungen. Zudem kommen von der Stadt jeweils 45 000 Franken als Defizitgarantie für die Gastspiele.

Mit dem Eintrittsbutton für zehn Franken erhalten die Besucher während aller dreier Tage Zugang zu sämtlichen Auftritten und Produktionen in und um das Haus. Kinder bis 16 Jahre sind gratis. Zwar wird diesmal im Stadttheater Sursee keine Fledermaus aufgeführt. Dennoch hofft Isabelle Ruf auf ein «möglichst volles Haus».

 

Ernesto Piazza

ernesto.piazza

@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Details zum Anlass gibt es unter: www.stadttheater-sursee.ch