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SURSEE: Der Kaiser hat nur Kleider im Kopf

Das Stadttheater zeigt in seinem neuen Märchentheater eine lustige Geschichte um Schein und Sein. Das Stück überzeugt mit viel Liebe zum Detail.
Yvonne Imbach
Godi Huser verkörpert auf der Bühne des Stadttheaters Sursee Kaiser Kanisius. (Bild: Roberto Conciatori (24. April 2017))

Godi Huser verkörpert auf der Bühne des Stadttheaters Sursee Kaiser Kanisius. (Bild: Roberto Conciatori (24. April 2017))

Yvonne Imbach

kanton@luzernerzeitung.ch

«Ich will etwas Exklusives, erlesene Muster, pompöse Kragen, viel Spitze! Ich will die bestangezogenste Majestät sein!», so tönt es unmissverständlich aus dem Mund von Kaiser Kanisius. Sein begabter Hofschneider soll ihm jede Stunde ein neues Kleid vorlegen. Er bringt damit seinen ganzen Hofstaat an den Rand der Verzweiflung. Denn nun müssen auch die Zofe und die Magd in der Schneiderei anpacken. Und auch Prinzessin Melissandra ist von der Eitelkeit ihres Vaters betroffen. So will er sie mit Prinz Alfons aus dem Seidenland vermählen, um an die schönsten Stoffe heranzukommen. Zum Glück interessiert der sich bei seinem Antrittsbesuch aber mehr für Kuchen als für Melissandra, die den Bauernsohn Jaromir liebt. Der Kaiser heuert schliesslich zwei Spitzbuben als ganz besondere «Schneider» an und lernt am Ende der Geschichte seine Lektion: Sein ist eben doch wichtiger als Schein.

Die Premiere des Mundartmärchens «Im Kaiser sini neue Chleider» frei nach Hans Christian Andersen vergangenen Samstag bewies sehr viel Liebe zum Detail und kam bei den kleinen und grossen Zuschauern sehr gut an. Die Zutaten für ein prächtiges und bunt inszeniertes Märchentheater stimmen in jeder Hinsicht: Die Sprache ist kindgerecht und gespickt mit lustigen Dialogen, die den Saal mit herzerwärmendem Kinderlachen füllen. Die Kulissen und Requisiten entführen in die Welt eines beeindruckenden Königshofes.

Viel Aufwand bei den Kostümen

Besonders viel Aufwand wurde bei den Kostümen betrieben. Alle Figuren sind wunderschön ausstaffiert, doch speziell die wechselnde Garderobe des Kaisers lässt keine optischen Wünsche offen. Wunderbare Tanzeinlagen präsentieren die Schülerinnen der «Schule für Künstlerischen Tanz» des Stadttheaters Sursee. Und für den passenden musikalischen Rahmen sorgt Simon Iten an seinem Kontrabass. Dem Produktionsteam unter der Leitung von Isabelle Ruf-Weber ist ein unvergessliches Theatererlebnis für die ganze Familie gelungen.

Erstmals im Stadttheater Sursee zu Besuch war Familie Amrein aus Littau. Luca (6) und Janis (8) kannten das Märchen schon von einer Kassette, die häufig bei ihrer Oma läuft. In der Pause berichteten die beiden begeistert: «In diesem Märchentheater ist ein bisschen was dazugedichtet, zum Beispiel, dass die Prinzessin heiraten muss. Die Geschichte ist spannend und sehr lustig.»

Schon das zweite Mal durfte Rahel Künzli (10) aus Sursee eine Produktion des Stadttheaters besuchen. Sie kannte die Geschichte um den kleidersüchtigen Kaiser zwar noch nicht, schwärmte aber auch mit glänzenden Augen: «Die Rollen sind alle sehr witzig, und es kommt zu vielen komischen Situationen. Besonders gefallen mir die Balletttänzerinnen. Sie tanzen wunderschön.»

Hinweis

Aufführungen: 6. und 13. Mai um 17 Uhr, 7. und 14. Mai um 14 Uhr, Stadttheater Sursee. Reservationen unter www.stadttheater-sursee.ch und Telefon 041 920 40 20. Ab 4 Jahren.

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