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SURSEE: Der Turm kommt – offen ist noch wo

Die Pläne zum 30 Meter hohen Aussichts­turm werden konkreter. Doch noch gilt es, eine wichtige Hürde zu nehmen.
Matthias Stadler
So soll der Aussichtsturm dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll der Aussichtsturm dereinst aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Der Surseer Stadtpräsident Beat Leu bringt es auf den Punkt: «Ideen wie den 30 Meter hohen Aussichtsturm findet die Bevölkerung meistens gut. Aber es heisst dann immer auch gleich: ‹Nicht vor meiner Haustür.›» Und so findet der Plan des Vereins Gewerbe Region Sursee (GRS), ein 30 Meter hohes Holzkonstrukt zu bauen, welches nach spätestens zehn Jahren wieder abgebaut wird (Ausgabe vom 8. Oktober 2015), in Sursee durchaus Anklang, wie sowohl der Stadtpräsident wie auch der Präsident des GRS bestätigen.

Mit Erfolg zur Wehr gesetzt

Jedoch hat sich am nordwestlichen Ufer des Sempachersees auch Widerstand gegen das markante Projekt formiert. So reichten besorgte Surseer eine Petition mit mehr als 260 Unterschriften ein (Ausgabe vom 31. März). Diese setzte sich gegen den ursprünglich geplanten Standort beim Schulhaus St. Martin zur Wehr. Mit Erfolg, der Standort wird laut GRS-Präsident Andreas Birrer nicht weiterverfolgt. «Dieser Platz steht nicht mehr zur Diskussion», teilt er auf Anfrage mit. Nun gelte es, einen neuen Standort zu finden. Es seien einige Ideen vorhanden, erklärt Birrer. So etwa ein Standort im Bereich Strandbad, «doch es ist noch nichts geklärt. Die Gespräche werden erst noch geführt.»

«Viele Freunde des Projekts»

Gestern Abend fand in Sursee die Generalversammlung des Surseer Gewerbevereins statt (siehe Kasten). Dabei wurde unter anderem informiert, dass momentan ein Organisationskomitee für das Projekt zusammengestellt wird. «Die Zielsetzung ist, dass wir bis Ende August die Kick-off-Sitzung gemacht haben», sagt Präsident Birrer.

«Wir stellen fest, dass es viele Freunde des Projekts gibt. Wir haben auch schon finanzielle Zusagen erhalten», sagt Birrer. Von wem, will er allerdings nicht sagen. Sicher ist, dass die Projektverantwortlichen unter anderem auf Gelder von Swisslos und von Tourismus Sempachersee hoffen. Zudem sollen Sponsoren, Partner und Gönner ebenfalls Geld springen lassen. So steht die Idee im Raum, einzelne Treppentritte an Interessierte zu verkaufen. Eins ist laut Birrer aber sicher: «Der Holzturm kommt, die Finanzierung werden wir sicher­stellen.»

Kein Geld von der Stadt Sursee

Die Stadt Sursee steht ebenfalls hinter dem Projekt, wie Stadtpräsident Beat Leu erklärt: «Wir finden die Idee grundsätzlich gut. Erhöhungen wie der Holzturm sind eine attraktive Sache.» Finanzielle Unterstützung wird es seitens der Stadt aber nicht geben. Beat Leu windet dem GRS aber trotzdem ein Kränzchen: «Der Gewerbeverein hat immer wieder innovative Ideen.» So seien die «Eiszeit» 2012 und das «Chalet Edelweiss» im Jahr darauf sehr gut angekommen.

Der Verein Gewerbe Region Sursee rechnet nach wie vor mit Kosten von 500 000 bis 600 000 Franken. Realisiert werden soll der Holzturm bis im Herbst 2017. «Das ist sicher sportlich, vielleicht wird es auch Anfang 2018», sagt Präsident Andreas Birrer.

Für den Turm soll Holz aus der Region verwendet werden. Um hinaufzu- kommen, sollen 200 Treppentritte gebaut werden.

Rechnung schliesst mit Plus

Der Verein Gewerbe Region Sursee wurde 1892 gegründet. Gestern Abend hielt er in Nottwil seine 120. Generalversammlung ab. Dabei genehmigten die Mitglieder einstimmig die Jahresrechnung 2015, welche mit einem Plus von knapp 5300 Franken abschliesst. Dies bei einem Totalaufwand von 203 000 Franken.

Das Budget für 2016 rechnet mit einem Plus von 900 Franken bei einem Gesamtaufwand von 210 000 Franken. Zudem wurden gestern zwei Personen neu in den Vorstand gewählt. Patrick Bräuchi ist neu Vizepräsident, Adrian Steinger ergänzt den Vorstand als Obmann Handwerk.

mst

Matthias Stadler

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