SURSEE: Die Polizei hat den flüchtigen Muni erlegt

Am vergangenen Freitag­nachmittag sind in Sursee fünf Munis ausgebüxt. Das letzte flüchtige Tier wurde am (heutigen) Dienstagmorgen im Wald erschossen.

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Dieses Mal gab es kein Happy End wie im Fall des Munis Nandi, der im Dezember 2005 auf der Rigi eine neue Heimat fand. (Bild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Dieses Mal gab es kein Happy End wie im Fall des Munis Nandi, der im Dezember 2005 auf der Rigi eine neue Heimat fand. (Bild Alexandra Wey/Neue ZZ)

Der letzte der am Freitagnachmittag geflüchteten Munis konnte heute durch einen Wildhüter im Surseewald entdeckt werden. Beim Eintreffen der Polizei flüchtete der Muni erneut. Er wurde, nachdem er einen Weidezaun durchbrochen hatte, durch die Polizei im Gebiet Riedmatt in Geuensee erlegt.

Rettung geplant
Die Ironie: Der Tierschutzbund Innerschweiz (TBI) hätte das Tier, das in Sursee auf dem Weg zum Schlachthof ausgerissen war, retten wollen. «Wir wären für alle Kosten aufgekommen», sagt Rita Gerritsen vom TBI. Ein neues «Heimetli» bei einem Bauern im Jura sei schon reserviert worden.

Ernsthafte Verletzungen
Die 86-jährige Frau, welche von einem Muni überrannt wurde, befindet sich immer noch in Spitalpflege, teilen die Strafuntersuchungsbehörden des Kantons Luzern mit. Gemäss Angehörigen erlitt die Frau einen Schlüsselbeinbruch, zwei Rippenbrüche, eine Hirnerschütterung, eine Platzwunde am Kopf und diverse Prellungen. Der Frau geht es den Umständen entsprechend gut.

Dass Kühe oder Stiere vor dem Metzger auszubüxen versuchen, kommt immer wieder vor. Besonderes Aufsehen erregte vor vier Jahren der Fall von Muni Nandi, der aus dem Schlachthof in Baar flüchtete und erst nach einigen Tagen wieder eingefangen werden konnte. Der Luzerner Tierschützer Hans Vanja Palmers adoptierte das Tier und rettete es so vor der Schlachtbank.

scd/ana/red