SURSEE: Die Wikingerinnen fallen ein

Vorlaute Heini Goofe sowie kecke Blondinen: Am Surseer Narrenlaufen setzte es zum Sempischiff und zur Gemeindefusion Sprüche ab.

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Frecher Jodel: «Wicki's und die starken Frauen» sprücheln im Restaurant Wyhof in Sursee. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Frecher Jodel: «Wicki's und die starken Frauen» sprücheln im Restaurant Wyhof in Sursee. (Bild Manuela Jans/Neue LZ)

Mit träfen Sprüchen heizten die Narren am Donnerstagabend die Atmosphäre in den Beizen auf. Das Narrenlaufen kam mit lokalpolitischen Themen furios an.

«Wicki?s und die starken Frauen» schlugen sich mit der verzweifelten Situation der allein gelassenen Stadt Sursee herum. In ihrem Sursee-Lied – vorgetragen im Jodlerton, mit Handörgeli und blonden Zöpfen – wagen sie einen Befreiungsschlag:

Doch niemer wot zo Sorsi cho
Es esch en wahri Schand
Drom fusioniered mer jetzt chorzer-
hand
Metem Äntlebuocherland.

Wenn das in den Ohren der vielen Oberkircher und Knutwiler im Restaurant Wyhof nicht wie eine Drohung klang!

Marcel Wechsler aus Oberkirch genoss das Treiben von der Theke aus. Er lobte die guten Texte der Gruppen. «Sie hatten Niveau und wurden musikalisch gut umgesetzt.»

Ein dankbares Jahr 2009
Gemessen an Versen und Sketches, war das diesjährige Narrenlaufen ein lokalpolitisch reiches Jahr: Das Bussenreglement, Stapis Empfang für den Fussballweltmeister, der Otto, die Schweinegrippe, die Minarette, die Turnhalle Kottenmatte mit Wasserschaden als Wellnessoase, und immer wieder der «Fusions-Chendergarte» und das Sempischiff. D?Heini Goofe meinten dazu:

Sed Johre mömmer öber s Sämpischeff
Spröchli mache,
es schiisst üs bald a, es esch au nöm
zom lache.
Die planid ond redid ond gänd eifach
kei Rueh,
lönds doch lo bliibe ond hend eifach
d Schnorre zue.

Willi Bürgi