SURSEE: Ein Schwergewicht verlässt Verwaltung

Der Rücktritt kommt überraschend: Der Stadtschreiber Godi Marbach wechselt per 1. September in die Privatwirtschaft.

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Godi Marbach, Stadtschreiber von Sursee. (Bild: PD/Stadt Sursee)

Godi Marbach, Stadtschreiber von Sursee. (Bild: PD/Stadt Sursee)

Ein grosser Abgang findet demnächst in Sursee statt. Stadtschreiber Godi Marbach (Bild) verlässt die kommunale Politbühne. Er wechselt per 1. September in die Privatwirtschaft und nimmt im Treuhandbereich in Luzern eine neue berufliche Herausforderung wahr.

Er verlasse die Stadtverwaltung mit einem «lachenden und einem weinenden Auge», betont Godi Marbach auf Anfrage unserer Zeitung. Denn er habe in den 14 Jahren als Stadtschreiber eine «sehr spannende Zeit» erlebt. Dass er an einem Ort wie Sursee in dieser Funktion arbeiten durfte, sei für ihn besonders und einzigartig. «Er hat in einer Zeit des Wachstums die Verwaltung erfolgreich geführt und wesentlich zur Entwicklung beigetragen», schreibt der Stadtrat.

Neuer Wohnraum lag ihm am Herzen

Die Ansiedlung von Firmen gehörte mit zu seinen Steckenpferden. Godi Marbach lag aber auch die Schaffung von neuem Wohnraum am Herzen. Die Überbauungen Leopold, wo im Moment 91 Eigentumswohnungen entstehen, und das Hochhaus Dreiklang sind nur zwei Beispiele. In Letzterem bezieht die Luzerner Kantonalbank künftig ihre Büroräumlichkeiten. Zudem sind in den Gebäudekomplexen rund 90 Wohnungen vorgesehen. Die neue Zentrale Stadtverwaltung bezeichnet er «als ganz spezielles Projekt» während seiner Zeit als Stadtschreiber. Dieses hat Marbach mit viel Herzblut begleitet und war an der Umsetzung massgeblich mitbeteiligt. Als Herausforderung bezeichnet er im Zusammenhang mit der räumlichen Entwicklung «das Halten der qualitativen und quantitativen Balance».

Wachstum führt zu Diskussionen

Ihm blieb aber auch nicht verborgen, dass für Sursee mit dem Wachstum das steigende Verkehrsaufkommen zu politischen Diskussionen führt. «Und dass natürlich nicht immer alle mit allem einverstanden sind, liegt in der Natur der Sache», so der Stadtschreiber. Mit 50 Jahren will er in der Privatwirtschaft eine neue Aufgabe anpacken. Marbach wird mit seiner Familie aber in Sursee wohnhaft bleiben.

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch