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SURSEE: Fäälimärt: Jäger sind für Demonstranten gewappnet

Die Luzerner Jäger feiern am Dienstag am Fäälimärt ihren Jägersonntag. Sie stehen vor grossen Herausforderungen – auch ein Blick nach Zürich bereitet ihnen Sorgen.
Heute geht in der Stadthalle die grosse Pelzschau über die Bühne: Es ist wieder Fäälimärt. (Bild: Dominik Wunderli (Sursee, 10. Februar 2015))

Heute geht in der Stadthalle die grosse Pelzschau über die Bühne: Es ist wieder Fäälimärt. (Bild: Dominik Wunderli (Sursee, 10. Februar 2015))

Grosses Stelldichein für die Zentralschweizer Jägerschaft: Am Dienstag findet in der Surseer Stadthalle der alljährliche Fäälimärt statt. Die Revierjagd Luzern (RJL) als Organisatorin erwartet rund 1700 Besucher. Im Anschluss an die grosse Pelzschau geht die Generalversammlung über die Bühne. Diesmal dürfte vor allem das sich aktuell in der Vernehmlassung befindende neue kantonale Jagdgesetz zu reden geben (Ausgabe vom 6. Februar).

Doch nicht nur: Momentan wird der Jägerei von diversen Seiten Druck auferlegt. So besetzten kürzlich rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten anlässlich der Bernischen Trophäenausstellung Pelz- und Fellmarkt Thun den Waisenhausplatz. Mit ihrem Aufmarsch taten sie ihren Unmut gegenüber der Jagd und der Pelzproduktion kund. «Thuns Schande: Das jährlich makabere Wiedersehen der Täter und Opfer» titelt ein Artikel, der auf der Internetseite der IG Wild beim Wild aufgeschaltet ist.

Keine Details zu Vorkehrungen

Ob solch eine Demonstration auch am Dienstagmorgen in Sursee stattfindet, weiss Peter Küenzi, Präsident der Revierjagd Luzern, nicht. Er sagt aber: «Wir wären darauf vorbereitet.» Sollte es vor der Stadthalle zu einer Kundgebung kommen, würde dagegen nicht vorgegangen, sofern niemand belästigt wird. «Drinnen dulden wir allerdings solche Aktivitäten nicht.» Denn er betont klar und deutlich: «Wir wollen mit dem Anlass unseren Jägersonntag feiern. Wir haben kein Interesse an Auseinandersetzungen.» Details über mögliche Vorkehrungen will der RJL-Präsident jedoch keine verraten.

Sorgen bereitet Küenzi auch die momentan in Zürich laufende Volksinitiative «Wildhüter statt Jäger», zum Initiativkomitee gehört unter anderem die Tierpartei Schweiz. Diese plädiert für ein kantonales Wildtier-Management mit professionell ausgebildeten Wildhütern. Dabei soll die natürliche Regulierung des Wildbestandes im Vordergrund stehen. Dieses Management würde die heutige Jagd ersetzen. Im Initiativtext steht auch: Bei Schäden durch Wildtiere – beispielsweise durch Wildschweine an landwirtschaftlichen Kulturen – müsse der Kanton die Haftung übernehmen.

Küenzi rechnet vor: «Wenn in Luzern die Jägerei durch ein Modell mit Wildhütern ersetzt wird, kostet das den Kanton jährlich rund 6,5 Millionen Franken. Zudem würde ihm eine weitere Million an Einnahmen von Pacht­zinsen fehlen.» Doch der RJL-Präsident will nicht nur den monetären Aspekt anführen. Die Jagd sei für die Jägerschaft eine Passion. «Dabei geht es uns jedoch auch um die Regulierung des Wildbestandes – und so ebenfalls um gesunde Bestände.» Diesbezüglich hätten sie in den vergangenen Jahren im Kanton Luzern gerade mit dem Forst gut zusammengearbeitet.

Umso mehr kann Küenzi nicht verstehen, dass von dieser Seite zur noch bis Ende Februar laufenden Vernehmlassung zum neuen Jagdgesetz eine Eingabe nach der Devise «Wald vor Wild» erfolgt ist. Dabei gehe es vor allem um die Abschussplanung, welche die Jagdgesellschaft zusammen mit dem Forst erstelle. «Erfüllen wir diese Zahlen Ende Jahr nicht, sollen wir ‹bestraft› werden», so Küenzi. Dies ergebe für ihn «keine nachhaltige Jagd».

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Hinweis

Türöffnung beim Fäälimärt (Stadthalle Sursee) ist um 7.30 Uhr.

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