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SURSEE: Gipser nehmen nach Streik Arbeit wieder auf

Rund ein Dutzend Gipser aus Polen, die am Dienstag wegen Dumpinglöhnen auf einer Grossbaustelle in Sursee in Streik getreten waren, haben ihre Beschäftigung am Mittwoch wieder aufgenommen. Sie sollen gemäss einer Vereinbarung im Nachhinein korrekte Saläre erhalten.
Der Streik auf der Grossbaustelle in Sursee ist beendet. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Der Streik auf der Grossbaustelle in Sursee ist beendet. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Dies beschlossen die Generalunternehmung Frutiger und die Gewerkschaft Unia am Mittwoch in einer Vereinbarung, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die Einigung sieht die sofortige Zahlung der korrekten Löhne für Juni und Juli an die betroffenen Arbeiter vor. Zudem sollen die Lohnbücher von betroffenen Subunternehmen auf Verstösse überprüft werden.

Können die Subunternehmen ausstehende Löhne oder Entschädigungen nicht zahlen, haftet dafür die Frutiger AG als Generalunternehmen. Dieses verpflichtet sich gemäss Vereinbarung 250‘000 Franken für solche Forderungen auf ein Sperrkonto einzuzahlen.

Die Gipser und Fassadenbauer hatten am Dienstagmorgen ihre Arbeit niedergelegt. Statt 4800 Franken Lohn pro Monat hatten sie laut der Gewerkschaft Unia seit Monaten nur zwischen 1200 und 1600 Franken erhalten.

Kompliziertes Konstrukt

Betroffen war die Baustelle Hofstetterfeld 9 in Sursee. Dort entstehen unter der Leitung der Generalunternehmerin Frutiger mit Hauptsitz in Thun BE bis Sommer 2016 drei Gebäude mit total 58 Eigentums- und Mietwohnungen.

Über ein kompliziertes Subunternehmerkonstrukt seien die Betroffenen als Scheinselbständige auf der Baustelle beschäftigt gewesen, kritisierte die Gewerkschaft. Neben den Dumpinglöhnen hätten die Arbeiter ausserdem in grossem Umfang Überstunden geleistet, für die sie nicht bezahlt worden seien.

Nachdem die Gewerkschaft die Vorwürfe publik gemacht hatte, erklärten Firmenverantwortliche der Frutiger AG, diese umgehend abzuklären. Finanzchef Hans Amport hatte am Dienstag gesagt, die Subunternehmer hätten sich mit dem Werkvertrag grundsätzlich schriftlich dazu verpflichtet, die Bedingungen, wie sie im Landesmantelvertrag festgehalten seien, einzuhalten. Wenn der Subunternehmer Arbeiten weitergebe, müsse er dies der Generalunternehmerin melden. (sda)

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