Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

SURSEE: Gipser stellen Arbeit wegen Lohndumping ein

Rund ein Dutzend Gipser aus Polen haben am Dienstag auf einer Grossbaustelle in Sursee wegen angeblicher Dumpinglöhne ihre Arbeit niedergelegt. Statt 4'800 Franken Lohn pro Monat hätten sie laut der Gewerkschaft Unia nur zwischen 1200 und 1600 Franken erhalten.
Ein Gipser bei der Arbeit. (Symbolbild Beat Blättler / Neue LZ)

Ein Gipser bei der Arbeit. (Symbolbild Beat Blättler / Neue LZ)

Betroffen sind 11 Gipser aus Polen. Sie arbeiten auf der Baustelle Hofstetterfeld 9 in Sursee. Unter der Leitung der Generalunternehmerin Frutiger mit Hauptsitz in Thun BE entstehen dort bis Sommer 2016 drei Gebäude mit total 58 Eigentums- und Mietwohnungen.

Seit Monaten würden die Gipser auf der Baustelle zu Dumpinglöhnen arbeiten, teilte die Gewerkschaft Unia am Dienstag mit. Über ein kompliziertes Subunternehmerkonstrukt seien die Betroffenen als Scheinselbständige auf der Baustelle beschäftigt. Neben den Dumpinglöhnen hätten die Arbeiter ausserdem in grossem Umfang Überstunden geleistet, für die sie nicht bezahlt worden seien.

Die Frutiger AG, die sowohl Generalunternehmung wie auch beteiligte Baufirma sei, habe seit Monaten von den Unregelmässigkeiten gewusst, habe diese aber nicht unterbunden, schreibt die Gewerkschaft. Diese fordert nun vom Unternehmen, dass die Löhne nachgezahlt werden, wie Giuseppe Reo, Regionalsekretär der Uni Zentralschweiz, auf Anfrage sagte.

Die betroffene Generalunternehmerin ist im Gespräch mit der Gewerkschaft und will den Vorwürfen nachgehen. Dies erklärte Frutiger-Finanzchef Hans Amport auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Er habe erst seit Montag Kenntnis von den angeblichen Missständen. Die Vorwürfe sollten nun gründlich abgeklärt werden.

Der Subunternehmer habe sich mit dem Werkvertrag schriftlich dazu verpflichtet, die Bedingungen, wie sie im Landesmantelvertrag festgehalten seien, einzuhalten, sagte Amport. Wenn der Subunternehmer Arbeiten weitergebe, müsse er dies der Generalunternehmerin melden.

Wie lange die Gipser streiken wollen, dazu konnte der Gewerkschaftsvertreter keine Angaben machen. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.