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SURSEE: Heinivater Marco Leuenberger: «Sprüche klopfen, das liegt mir»

In Sursee ist der 133. Heinivater, Marco Leuenberger, eine der gefragtesten Figuren während der Fasnacht.
Marco Leuenberger ist der 133. Surseer Heinivater. (Bild: PD)

Marco Leuenberger ist der 133. Surseer Heinivater. (Bild: PD)

Der 48-jährige Familienvater schlüpft für ein paar Wochen in die Rolle des legendären Urner Hofnarren Heini, der vor nicht ganz 700 Jahren in Luzern gestrandet sein soll.

Marco Leuenberger, Heini von Uri war ein schlagfertiger Hofnarr. Wie steht es bei Ihnen mit den Sprüchen?

Ich denke, das liegt mir auch. Seit über 20 Jahren nehme ich mit zwei Kollegen am Narrenlaufen in Sursee teil. Irgendein Spruch oder eine Bemerkung kommt mir meist in den Sinn. Ich betitele mich selber auch gerne als «undiplomatisch».

Heini hielt den Obrigkeiten mit viel Schalk den Spiegel vor. Wer bekommt bei Ihnen sein Fett weg?

Da bietet sich schon die eine oder andere Gelegenheit. Traditionell lädt die Heinifamilie zum Beispiel den kompletten Surseer Stadtrat zu einem «Gschwelti»-Essen zu sich nach Hause ein. Das hat dieses Jahr bereits stattgefunden. Da wird schon das eine oder andere Thema angesprochen.

Ein Beispiel?

Solche Sachen werden weniger nach aussen getragen. Als Heinivater ist man da etwas zurückhaltend – auch wenn das der Namensgeber aus dem Mittelalter nicht war.

Sie sind in der Autobranche tätig. Wie wichtig sind Humor und Kritik im Beruf?

Es ist ein emotionaler Geschäftszweig. Die Engländer sagen: «Car Business is People Business». Es geht darum, mit Menschen umzugehen. Man muss einen Draht finden und auf allen Ebenen mit den Leuten sprechen können. Das würde ich als eine meiner Stärken bezeichnen.

Die eigentliche Fasnacht steht erst noch an, bald geht es los. Wie werden Ihre nächsten Auftritte aussehen?

Ein erstes Highlight findet am Sonntag statt. In Siebnen treffen sich die Narrenzünfte der schwäbisch-alemannischen Fastnacht, bei denen wir Partner sind. Dieses internationale Treffen ist ein besonderer Anlass.

Und dann folgen schon bald die Heimspiele in Sursee ...

Natürlich freue ich mich auf den Umzug vom Güdisdienstag. Speziell wird für mich das Narrenlaufen am Schmudo, wo ich zum ersten Mal als Zuhörer und nicht aktiv dabei bin.

Sie werden am Narrenlaufen wohl auch den einen oder anderen Spruch über sich ergehen lassen müssen.

Definitiv. Schliesslich habe ich ja auch nie mit dem Austeilen gespart. Ich gehe davon aus, dass jede Gruppe einen Spruch zu meiner Person bringen wird. Ich freue mich darauf, auch auf die anderen Anlässe. Be­sonders dann, wenn möglichst viele Surseer an der Fasnacht teilnehmen und sie unter dem Motto «Wöude wöude Weschte» beleben.

Wie hilft Ihnen Ihre Frau, damit Sie die Fasnacht möglichst schadlos überstehen?

Ohne sie würde es nicht gehen. Auch wenn sie nicht Zunftmitglieder werden können, haben Frauen bei uns einen hohen Stellenwert. Meine Heinimamma Sandra hält mir den Rücken frei. Sie kleidet die Heinikinder Lea und William alias «Billy – The Kid» ein, besorgt Geschenke und organisiert die Besuchsfahrten mit. (uus)

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