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SURSEE: Im Untergeschoss geht die Post ab

Musikbegeisterte organisieren im Lokal des Kulturwerks 118 immer wieder Konzerte verschiedener Genres. Nun feiert der Verein sein 20-Jahr-Jubiläum. Höchste Zeit also für einen Besuch.
Stephan Santschi
Freuen sich auf den Jubiläumsmonat des Kulturwerks 118: OK-Präsident Manuel Roos (links) und Vereinspräsident Serge Bühler. (Bild: Corinne Glanzmann (Sursee, 26. März 2018))

Freuen sich auf den Jubiläumsmonat des Kulturwerks 118: OK-Präsident Manuel Roos (links) und Vereinspräsident Serge Bühler. (Bild: Corinne Glanzmann (Sursee, 26. März 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Gestern ging es los im Lokal des Kulturwerks 118, und zwar mit einem Poetry-Slam. Mitmachen an diesem literarischen Vortragswettbewerb konnte jeder, der es sich zutraute oder sogar auf den grossen Durchbruch hofft. Heute geht es ab 16.30 Uhr weiter mit der «Tribut und Remember Nacht», die Auftritte von Bands aus Rock, Metal, Industrial-Electronic und Hip-Hop bereit hält. Die beiden Veranstaltungen sind sozusagen der Startschuss in ­einen Monat voller Konzerte der verschiedensten Stilrichtungen. Warum? Weil es etwas zu feiern gibt. Das Kulturwerk 118 wird heuer 20 Jahre alt.

Begonnen hat alles im Jahr 1998, als zwei Fügungen des Schicksals zusammentrafen. Einerseits war das Jugendkulturlokal, das als Vorgänger des Kulturwerks gilt, nicht allzu beliebt bei den Nachbarn, lag es doch inmitten eines Wohnquartiers. Andererseits kam es zum Bau des neuen Feuerwehrgebäudes im Industrieareal. Das Kulturwerk zog in dessen Untergeschoss ein, was auch den Zusatz «118» im Vereinsnamen erklärt – in Anlehnung an die Notrufnummer des städtischen Löschdienstes.

Im Auftrag der Stadt und des Kantons

Seither also löschen die Gäste ihren Durst nach Musik an der Bar im Eventlokal des Kulturwerks 118, welches 200 Plätze fasst. 50 bis 60 Veranstaltungen pro Jahr organisiert der Verein – eine eindrückliche Zahl. «Wir bieten eine Plattform für Musiker und Zuschauer. Weniger bekannte Bands können sich einem lokalen Publikum präsentieren», sagt Manuel Roos.

Der 24-jährige Surseer ist der OK-Präsident der Jubiläumsfeierlichkeiten und einer von sieben Vorstandsmitgliedern im Verein. «Wir betreiben in unserer Freizeit aus Freude und Überzeugung einen recht grossen Aufwand.» Darüber hinaus ist man im Besitz eines Kulturförderauftrags der Stadt Sursee und des Kantons Luzern, deshalb wird man von staatlicher Seite auch finanziell unterstützt. Pro Jahr ­setze man jeweils 70 000 bis 100 000 Franken um, wovon 60 bis 70 Prozent erwirtschaftete Mittel seien. «Grundsätzlich sind wir eine Non-Profit-Organisation, die kleine Gewinne vor allem in die Technik investiert», erklärt Roos.

Der Grossteil der Arbeiten werde aus eigener Kraft geleistet. Dazu zählen das Buchen der Künstler, das Planen des Programms, die Durchführung der Konzerte und der Barbetrieb. «Unserem Verein gehören insgesamt 60 Mitglieder zwischen 16 und 40 Jahren an. Wir setzen uns aus den verschiedensten Berufsgattungen zusammen», erzählt Manuel Roos.

Er selber ist Elektroinstallateur. Im Kulturwerk 118 ist er als Controller für den reibungslosen Ablauf der Partynächte verantwortlich. «Begonnen habe ich, wie manch anderer auch, als Aushilfe hinter der Bar. Gerne begrüssen wir Neumitglieder, damit unsere aktiven Mitglieder ein wenig entlastet werden können», fügt er an.

Zuerst in den Tanzkurs, dann ab ans Konzert

So vielseitig wie sich das Jahresprogramm im Kulturlokal präsentiert, so abwechslungsreich sind auch die Jubiläumsfeierlichkeiten. Auszugsweise sei das nächste Wochenende erwähnt, wenn die Metalfreunde auf ihre Kosten kommen werden. Am 13. April erfolgt dann ein besonderes Gastspiel – mit Mapanya aus Sansibar wird eine afrikanische Band im «Kulti» performen. Und am 27. April, wenn die goldenen Zwanzigerjahre auferweckt werden, erhalten die Gäste vor der Show sogar die Gelegenheit, einen Crashkurs im Charleston-Tanz zu nehmen.

Hinweis

Alles zu den Jubiläumskonzerten auf www.kulturwerk118.ch

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