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SURSEE: Schritt für Schritt die Zeugnisse einer Dynastie entdeckt

Die Bildhauerfamilie Amlehn hat Sursee geprägt. Dies zeigte eine Wanderung nun augenscheinlich.
Léonard Wüst
Der Bruder-Klausen-Brunnen wurde 1947 durch den Surseer Bildhauer Paul Edgar Amlehn geschaffen. (Bild: Léonard Wüst (Sursee, 30. Juni 2017))

Der Bruder-Klausen-Brunnen wurde 1947 durch den Surseer Bildhauer Paul Edgar Amlehn geschaffen. (Bild: Léonard Wüst (Sursee, 30. Juni 2017))

Ein Spaziergang auf den Spuren der Surseer Künstlerdynastie Amlehn: Dies war das Ziel jenes Trüppchens, das kürzlich unter der Leitung von Amlehn-Experte Vitus Wey, dem bekannten Surseer Bildhauer und Steinmetz, Richtung Amlehn-Haus loszog. Dieses befindet sich zwischen dem ehemaligen Kapuzinerkloster und der Umfahrungsstrasse. Schon bald entdeckten die Anwesenden erste Zeugnisse jener Künstlerfamilie, die das historische Landstädtchen Sursee massgeblich mitgeprägt und ein reiches Erbe hinterlassen hat.

Wie der Sankturbanhof, der eine Sammlung zur Bildhauerfamilie besitzt, auf seiner Homepage schreibt, waren Amlehns durchaus ins Leben der Kleinstadt von damals integriert. Die Dynastie begann mit Franz Sales Amlehn (1867–1931) und endete mit seinem Enkel Paul Edgar Amlehn (1896–1964). «Ihr Lebensstil – ihr Wohnhaus mit dem Atelier stand gewissermassen symbolisch ausserhalb der Stadt, hinter dem Kapuzinerkloster – wurde von ihren Zeitgenossen zwischendurch als Provokation empfunden», heisst es auf der Website. Aber sie seien mit ihren Arbeiten sowie mit ihren Beiträgen ans kulturelle Leben immer wieder auf die Bedürfnisse der Surseer von damals eingegangen.

Ein grosses Vermächtnis

Vitus Wey schöpfte beim Berichten aus dem Vollen; erzählte Legenden sowie wahre und wahrscheinlich auch erfundene Anekdoten über die umstrittene, ja bisweilen gar exzentrische Künstlerfamilie. Bei der Wanderung ging es vorbei am Bruder-Klausen-Brunnen an der Stützmauer der katholischen Pfarrkirche und an der Georgsfigur auf dem Torbogen neben dem Sankturbanhof. Die Wanderer stiessen auf diverse Spuren in der Oberstadt – markant der Marienbrunnen – und zogen weiter durch die verschiedenen Gassen, wo einige der Brunnen ebenfalls die Handschrift der Künstlerfamilie tragen. So zeigt etwa der Brunnen am Mühleplatz den Bäckermeister zur Stadtmühle, Konrad Beck (1823–1890), genannt der «Nüechter». Geschaffen wurde die Figur von Paul Irenä Amlehn (1867–1931). Auch beim Untertor und dem nachfolgenden Eckhaus, dem ehemaligen Möbel-Meier-Haus, wirkten die Amlehns. Paul Irenä Amlehn hatte 1927 auch das Monument St. Georgius an der Bahnhofstrasse geschaffen, das später für einige Jahrzehnte mit einem Brunnenbecken ergänzt wurde.

Markante Objekte aus der Amlehn-Dynastie finden sich auch auf dem Friedhof Däger­stein. So schuf Paul Edgar Amlehn etwa die Figur des Brunnens beim Kinderfriedhof. Auch sehr viele Grabsteine wurden von der Amlehn-Familie angefertigt. Diese Auftragsarbeiten waren eine Haupteinnahmequelle der Familie. Laut Wey ist bei der nächsten Umgestaltung des Friedhofs eine Art Skulpturenallee für diese Grabmale angedacht.

Léonard Wüst

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