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SURSEE: Sekschulhaus kommt auf den Zirkusplatz

Der Standortentscheid für das neue Sekundarschulhaus der Region Sursee ist gefallen. Im rund 27 Millionen Franken teuren Projekt ist eine Dreifachturnhalle eingeplant. Davon profitiert auch die Kantonsschule.
Ernesto Piazza
Die Surseer Stadträtin Heidi Schilliger auf dem brachliegenden Zirkusplatz. (Bild: Pius Amrein (28. März 2018))

Die Surseer Stadträtin Heidi Schilliger auf dem brachliegenden Zirkusplatz. (Bild: Pius Amrein (28. März 2018))

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Der SEK-Kreis Sursee benötigt für seine Schüler mehr Platz. Sind es bisher 28 Klassen, sollen bis ins Jahr 2030 deren 12 bis 14 weitere dazukommen. «Das entspricht dem Umfang eines Schulhauses», sagt die Surseer Bildungsvorsteherin Heidi Schilliger. Deshalb wird seit rund drei Jahren ein Standort gesucht. Am Verfahren beteiligt sind die Gemeinden Geuensee, Knutwil, Mauensee, Oberkirch, Schenkon und eben Sursee, welche zusammen den SEK-Kreis bilden.

Jetzt liegt der Entscheid des Stadtrats – die Federführung hat Sursee – vor: Das neue Gebäude ist auf dem Zirkusplatz-Areal geplant. Das Projekt soll auch eine Dreifachturnhalle beinhalten. Diese Lösung habe sich aus den bisherigen Produktergebnissen und den vorliegenden Rückmeldungen ergeben, erklärt die Stadträtin. Das heisst konkret: Alle sechs Gemeinden des Sekundarschulkreises sprachen sich einstimmig für diesen Standort aus. Zudem votierten die zur Vernehmlassung eingeladenen Parteien, die Schulpflege von Sursee, die Stadtbaukommission und die Quartiervereine grossmehrheitlich für den Zirkusplatz.

Betriebliche Nähe als gewichtiges Argument

«Es war für den Stadtrat wichtig, sich bei seinem Entscheid möglichst breit abzustützen», betont Schilliger. Mit dem Beschluss ist die Alternative St. Martin ebenfalls vom Tisch. Sie war aufgrund einer Machbarkeitsstudie letztlich dem Standort Zirkusplatz noch gegenübergestanden. Man habe den Raster in den vergangenen drei Jahren immer enger gelegt, sagt Schilliger. So wurden anfangs auch Varianten in andern Gemeinden des SEK-Kreises Sursee geprüft.

Der Zirkusplatz liegt in unmittelbarer Nähe zu den drei aktuellen Surseer SEK-Standorten Alt und Neu St. Georg sowie Georgette. «Durch die räumliche und betriebliche Nähe entstehen vielfältige Synergien. Dies war denn auch ein gewichtiges Argument für den jetzigen Entscheid», sagt die Bildungsvorsteherin. Kommt dazu, dass die unweit vom Zirkusplatz entfernt liegende Kantonsschule im selben Zeitraum für 12 bis 14 weitere Klassen Platz schaffen muss. In diesem Zusammenhang habe der Kanton sein Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert, «sofern das Sekundarschulhaus mit Dreifachturnhalle am Zirkusplatz geplant wird», erklärt Heidi Schilliger. Vor allem bezüglich Sportmöglichkeiten hat die Kantonsschule entsprechenden Bedarf. Neben der Synergienutzung bei Räumlichkeiten geht es auch um die Möglichkeit der Realisierung eines Fernwärmeverbundes zwischen den verschiedenen Schulen.

Trotz klarem Bekenntnis zum Standort Zirkusplatz wiesen die Vernehmlassungsantworten auf diverse Anliegen und Aspekte hin, welche der Stadtrat bei der konkreten Planung aufnehmen will. So wurde beispielsweise die gesamte Parkplatzsituation angesprochen. Heute ist das in der öffentlichen Zone liegende Areal eine eigentliche Brache und steht Motorfahrzeugen als Parkplatz zur Verfügung. «Wir nehmen die Situation als Knacknuss mit und werden Varianten erarbeiten», sagt Heidi Schilliger. Mit Schulhaus und Dreifachturnhalle würden auch Flächen für Aussenveranstaltungen – beispielsweise von Zirkussen – wegfallen. Bei der Suche nach diesbezüglichen Lösungen sei man mit Nachbargemeinden im Gespräch, sagt die Surseer Bildungsvorsteherin.

Aktuell gehen von den sechs Gemeinden des SEK-Kreises Sursee rund 520 Jugendliche an den drei bisherigen Standorten in die Schule. Bis 2030 dürften zirka 250 dazukommen. Zu Beginn des Schuljahres 2023/24 soll das neue Gebäude bezugsbereit sein und sukzessive belegt werden. Dass aber Räume auf Vorrat gebaut würden, verneint Schilliger. Der Grund: In den nächsten Jahren soll das Primarschulhaus St. Martin umgebaut und vergrössert werden. «In diesem Bereich ist man in Sursee mit den Häusern Neufeld, Kotten und eben St. Martin knapp. Wir benötigen zusätzlichen Schulraum», sagt Schilliger. Das bedeutet: Das zu Beginn nicht voll belegte neue Sek-Schulhaus kann von der Primarschule zur Überbrückung genutzt werden.

Für Gesamtprojekt sind 27 Millionen vorgesehen

Für das Gesamtprojekt, also inklusive Dreifachturnhalle, sind rund 27 Millionen Franken veranschlagt. Was die Finanzierung betrifft, ist man mit den involvierten Gemeinden im Gespräch. Modelle wie eine Zusammenarbeit mit privaten Investoren wurden geprüft, sind aber vom Tisch. Daher dürfte grundsätzlich die Variante «Gemeindevertrag» angepasst und weitergeführt werden. Als nächster Schritt folgt die Projektausschreibung, verbunden mit einem Architekturwettbewerb. «Wir befinden uns auf einem guten Weg», ist die Stadträtin überzeugt. «Die Lösung ist für die Schule, die Stadt Sursee und die Region optimal.»

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