SURSEE: Seltene Fundstücke der Öffentlichkeit zugänglich

Am Samstag findet in Sursee der «Tag der Denkmalpflege und Archäologie» statt. Dabei werden die Ausgrabung des römischen Friedhofs am Vierherrenplatz und der Abschluss der Restaurierung des alten Rathauses der Öffentlichkeit vorgestellt.

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Erst vor wenigen Tagen wurden diese Pferdestatuetten aus weissem Ton entdeckt. (Bild: PD)

Erst vor wenigen Tagen wurden diese Pferdestatuetten aus weissem Ton entdeckt. (Bild: PD)

Bei Restaurierungsarbeiten am alten Rathaus von Sursee wurde eine alte Ratsaaldecke entdeckt (Bild: Keystone)
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Sie stammt aus dem Jahr 1472 (Bild: Keystone)
Römische Keramik, welche als Grabbeigabe diente. (Bild: Keystone)
Eine Zwiebelknopffibel von einer Tracht eines Beamten oder Militärangehörigen. Sie stammt ungefähr aus dem Jahr 300. (Bild: Keystone)
Eine römische Urne aus dem 2. bis 4. Jahrhundert. (Bild: Keystone)
In aufwändiger Arbeit wird eine römische Urne aus dem 2. bis 4. Jahrhundert freischgescharrt. (Bild: Keystone)
Eine Auswahl verschiedener frühmesolithischer (8000 v. Chr.) Feuersteine. (Bild: PD)
Ein bunter Keramik-Mix aus einem Brandgrab. (Bild: PD)
Ein Terrakotta-Köpfchen einer Muttergöttin. (Bild: PD)
Pferdestatue aus weissem Ton, erst vor wenigen Tagen beim Vierherrenplatz entdeckt. (Bild: PD)
Für dieses Grab diente ein grosser Kochtopf als Urne. (Bild: PD)
Ein Urnengrab mit einer Abdeckung aus einem Dachziegel. (Bild: PD)
Ein Mitarbeiter der Kantonsarchäologie beim Präparieren eines Brandgrabes. (Bild: PD)
Ein Mitarbeiter der Kantonsarchäologie bei der Dokumentation eines Urnengrabs. (Bild: PD)
Ein Mitarbeiter der Kantonsarchäologie bei der zeichnerischen Dokumentation der
Körperbestattung. (Bild: PD)

Bei Restaurierungsarbeiten am alten Rathaus von Sursee wurde eine alte Ratsaaldecke entdeckt (Bild: Keystone)

Beim «Tag der Denkmalpflege und Archäologie» vom kommenden Samstag können zwischen 11 und 16 Uhr die Ausgrabung des römischen Friedhofs am Vierherrenplatz und das restaurierte alte Rathaus öffentlich besichtigt werden. Angeboten werden Führungen und aktuelle Informationen zu den Ausgrabungen und zur Restaurierung, heisst es in einer Medienmitteilung der Staatskanzlei Luzern vom Dienstag.

Die römischen Brandgräber vom Vierherrenplatz Sursee enthalten zahlreiche Beigaben, die teils mit dem Leichnam auf dem Scheiterhaufen verbrannt oder auch direkt in die Grabgrube gelegt worden sind. Als Beigaben fanden vor allem Nahrungsmittel, persönliche Gegenstände sowie Objekte mit einer symbolischen oder rituellen Funktion Verwendung.

Zur letzten Kategorie zählen die vor wenigen Tagen entdeckten Pferdestatuetten aus weissem Ton (Datierung: 2.-3. Jh. n.Chr). Die schöne handwerkliche Qualität und der Umstand, dass es sich um ein seltenes Doppelgespann handelt, belegen in Verbindung mit den anderen, qualitativ hochstehenden Grabbeigaben, den gehobenen sozialen Status des oder der Verstorbenen. Das Fundstück kann am «Tag der Denkmalpflege und Archäologie» besichtigt werden.

pd/zim