Sursee setzt bei der Gestaltung des Kyburgparks auf die Mitarbeit der Bevölkerung

Die Stadt klärt mit einer Online-Umfrage ab, was die Bürger vom Kyburgpark überhaupt erwarten. Die Ergebnisse sollen dereinst in ein Projekt einfliessen.

Dominik Weingartner
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Der Kyburgpark in Sursee. Im Hintergrund ist das Einkaufszentrum Surseepark.

Der Kyburgpark in Sursee. Im Hintergrund ist das Einkaufszentrum Surseepark.

PD

«Kyburgpark – wie würden Sie ihn gestalten?» Plakate mit diesem Titel wurden diese Woche beim Kyburgpark in Sursee aufgestellt. Ziel der Aktion: der Miteinbezug der Bevölkerung bei einer allfälligen Neugestaltung des Parks, der im Zentrum von Sursee vis-à-vis dem Einkaufszentrum Surseepark liegt. Dazu ist seit dem 27. Juli auch eine Online-Umfrage auf der Website der Stadt aufgeschaltet.

Zuständig für das Projekt ist Sascha Meier, Sachbearbeiter Bauberatung im Bereich Planung und Bauberatung der Stadt Sursee. Er hat mit Hilfe des Umfrage-Tools «SurveyMonkey» die Online-Umfrage gemacht. Die Teilnehmer beantworten darin Fragen, mit was sie den Kyburgpark verbinden, zu welchem Zweck der Park verbessert werden könnte oder an welchem Ort sie sich am liebsten aufhalten.

Umfrage liegt im Park auf

Bei der Umfrage handle es sich laut Sascha Meier um einen Wunsch des Stadtrats, der gemäss der neuen Gemeindestrategie 2020–2030 Mitwirkungsprozesse weiterentwickeln möchte. «Die Aufwertung des Kyburgparks wird zudem im Freiraumkonzept der Stadt Sursee als zentrales Projekt angesehen», so Meier. Grundsätzlich gehe es darum, herauszufinden, was die Nutzer des Parks sich wünschten, darum können die Umfragen auch ganz analog mit Stift und Papier ausgefüllt werden – im Park selber. «Dort haben wir am Dienstag die Umfrage aufgelegt. Die Teilnehmer können sie dort in eigens dafür aufgestellte Briefkästen legen, die regelmässig geleert werden», sagt Meier. Die Umfrage diene in erster Linie dazu, die Bedürfnisse der aktuellen oder zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer sowie allfällige Bedenken oder Ängste weiterer Anspruchsgruppen zu erfragen.

«Die Bedürfnisse und Ansprüche an den öffentlichen Raum sowie das Freizeitverhalten der einzelnen Anspruchsgruppen haben sich in den letzten Jahren verändert», sagt Meier. Darum will man herausfinden, für was der Park konkret genutzt wird oder genutzt werden möchte.

Meinung von Kindern ist gefragt

Eine Rückmeldung aus einem Gespräch vor Ort sei etwa gewesen, dass es beim grossen Sandkasten zu wenig Schatten habe und man die Kinder im Hochsommer nicht in der brütenden Hitze spielen lassen möchte. «Bei einem solchen Problem können wir uns Gedanken machen, wie man es lösen kann», sagt Meier.

Noch sei es zu früh, um bereits ein Fazit über die Bedürfnisse der Parknutzer zu ziehen. Die Umfrage läuft erst seit wenigen Tagen. Zudem ist zusätzlich zur Befragung ein direkter Austausch mit der Bevölkerung geplant: Am 19. und 21. August lädt die Stadt die Surseerinnen und Surseer zum persönlichen Austausch ein. Dabei können eigene Ideen für die Gestaltung des Kyburgparks eingebracht werden – auch die Meinung von Kindern ist dabei gefragt.

Wann und wie die Wünsche aus der Bevölkerung dereinst umgesetzt werden, ist laut Sascha Meier noch offen. «Jetzt klären wir in einem ersten Schritt die Bedürfnisse ab.» Der partizipative Prozess soll bis zur Realisation eines Projekts weitergeführt werden.

Neuer Online-Auftritt

Die Website der Stadt Sursee erscheint seit Mitte Juli in einem neuen Kleid. «Im Zentrum stehen neue Kundenbedürfnisse und Weiterentwicklungen», teilt die Stadt mit. Tatsächlich ist die Website, die unter www.sursee.ch zu erreichen ist, kaum wiederzuerkennen. «Wir zeigen nicht mehr primär, was wir alles anbieten, sondern führen die Kundinnen und Kunden zur konkreten Information, die sie suchen», sagt Stadtschreiber Bruno Peter. Thematisch wird die Website in die drei Hauptbereiche Leben, Wohnen und Arbeiten aufgeteilt. Über eine verbesserte Suchfunktion kann die Seite mit Schlagwörtern durchsucht werden. Auch werden digitale Dienstleistungen angeboten. So können unter anderem Wohnsitzbestätigungen bestellt oder Adressänderungen innerhalb von Sursee online gemeldet werden. Die neue Website ist zudem auch für Smartphone-Nutzer optimiert. «Wir freuen uns, dass die Stadt nun auch virtuell wieder attraktiv daher kommt», sagt Peter. 

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