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SURSEE: SLRG plant nationales Ausbildungs- und Sportzentrum

Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft plant in der Region Sursee ein nationales Ausbildungs- und Sportzentrum. Dabei setzt der Verband auf Kooperationen mit bekannten Institutionen.
Ernesto Piazza
Reto Abächerli, Geschäftsführer der SLRG, vor der Sportarena, die beim Campus Sursee entsteht. (Bild: Eveline Beerkircher (Oberkirch, 24. Juli 2017))

Reto Abächerli, Geschäftsführer der SLRG, vor der Sportarena, die beim Campus Sursee entsteht. (Bild: Eveline Beerkircher (Oberkirch, 24. Juli 2017))

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) mit ihren rund 27 500 Mitgliedern und Sitz in Sursee will die Kräfte bündeln. Deshalb plant sie im Raum Sempachersee ein nationales Ausbildungs- und Sportzentrum. «Die spezifischen Bedürfnisse von Gruppen, die sich im, am und auf dem Wasser bewegen, nehmen ständig zu.» Daher brauche es immer mehr Angebote, die von den einzelnen SLRG-Sektionen allein nicht mehr abgedeckt werden könnten, begründet Geschäftsführer Reto Abächerli den Schritt.

So generieren zum Beispiel der Lehrplan 21 der Volksschulen (wir berichteten) oder die J+S-Sicherheitsbestimmungen vermehrt Nachfragen nach Fachkompetenz. Ganz generell lässt sich sagen: Die Ausbildung im Bereich Ertrinkungsprävention und Wasserrettung ist im Umbruch.

Kosten sind momentan schwierig abzuschätzen

Das Projekt beinhaltet vier Elemente. So wird die schon bestehende Zusammenarbeit mit dem Bildungs- und Seminarzentrum Campus Sursee in Oberkirch intensiviert – vor allem mit Blick auf die neue Sportarena. Deren Fertigstellung ist für Anfang 2019 geplant. Die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft will den neuen 50-Meter-Pool, den Kraftraum und die Schulungs- und Seminarräume für Aus- und Weiterbildungen nutzen. Wobei die SLRG die benötigten Einrichtungen mietet. «Zwischen beiden Partnern gibt es bereits eine Absichtserklärung», so Abächerli.

Weiter soll das Seebad Sempach in das nationale Zentrum miteingebunden werden. «Der Strandbereich eignet sich optimal für unsere Bedürfnisse», so der Geschäftsführer. Neben dem Campus Sursee als Indoor-Stützpunkt beabsichtigt die Gesellschaft, die Badi Sempach mit ihrem offenen Wasser als nahe gelegene Aussendependance zu nützen. An beiden Standorten ist geplant, Kaderkurse für Instruktoren und Trainer durchzuführen. Zudem will man Aus- und Weiterbildungen für Lehrpersonen (Brevetkurse), Badmeister, Jugendverbände oder Leiterinnen von Kindertagesstätten anbieten.

In Sempach sind zwar aufgrund der Restaurationsaktivitäten bereits gewisse Lokalitäten, etwa für Schulungszwecke, vorhanden. Trotzdem müsse die Gesellschaft in Materialräume oder «winterfeste» Garderoben investieren. Die Höhe dieses Betrags sei noch schwierig abzuschätzen, sagt Abächerli. Bekannt ist hingegen, dass die Mittel durch eine Kapitalkampagne in Form von Spendengeldern generiert werden sollen. Im vergangen Jahr betrugen diese 670 000 Franken.

Mit der Korporation Sempach als Eigentümerin des Seebades sowie dem Stadtrat hätten erste Gespräche stattgefunden, erklärt der Geschäftsführer. «Ich bin sehr zuversichtlich, dass es zu einer Zusammenarbeit kommt.»

Bereits geplant ist für Juni 2018 im Seebad Sempach ein «grösserer Wettkampf im offenen Gewässer mit internationaler Beteiligung», sagt Reto Abächerli. Der Event soll Aktivitäten am Strand und im Wasser beinhalten. 2019 möchte die SLRG in Sempach die Schweizer Meisterschaften organisieren.

Weiter strebt die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft eine Zusammenarbeit mit dem sich im Schweizerischen Paraplegiker-Zentrum (SPZ) befindenden Swiss Olympic Medical Center an. Bei diesem Teilprojekt gehe es vor allem um den Ernstfall, erklärt Abächerli. «Es gilt zu definieren, welche Schritte vorgenommen werden müssen, wenn tatsächlich ein Unfall passiert.» Zudem sehe man mit der Sportmedizin Nottwil auch Angebote in Bereichen wie Leistungsdiagnostik, Sportpsychologie oder Ernährungsberatung vor.

Im Sommer 2018 möchte man starten

Mit der geplanten Zentralisierung im Raum Sempachersee wird der Standort der SLRG-Geschäftsstelle in Sursee ebenfalls gestärkt. Für Abächerli sind «die kurzen Wege» ein Hauptvorteil des geplanten nationalen Kompetenzzentrums. «Pool- und zugleich Open-Water nur wenige Kilometer voneinander getrennt, ermöglichen auch optimale Bedingungen für das SLRG-Nationalkader. Eine komplette Infrastruktur nur unweit voneinander entfernt ist ebenfalls ein Vorzug», betont Abächerli. Zudem schaffe die neue Situation bei Mitarbeitern zusätzliche Synergien.

Im Sommer 2018 möchte man mit dem Projekt starten. Bis dorthin sind aber noch verschiedene Arbeitsschritte neu abzustimmen. «Der Zeitplan ist zwar nicht matchentscheidend», sagt Abächerli. Trotzdem sei man bestrebt, das neue Zentrum zügig voranzutreiben.

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