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SURSEE: Spektakel für Heini-Familie

Die Zunft Heini von Uri ist in die Stadt zurückgekehrt. Mit Fackeln und Guuggen bescherten die Fasnächtler dem neuen Heinivater ein buntes Fest.
Heinivater Oliver Jost (40) mit seiner Frau Barbara und den Töchtern Nina (8) und Eva (5). (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Heinivater Oliver Jost (40) mit seiner Frau Barbara und den Töchtern Nina (8) und Eva (5). (Bild Chris Iseli/Neue LZ)

Der Anlass geriet trotz beissender Kälte zum Volksfest. Rund 500 Personen wohnten dem Spektakel bei, zu dem die Heinizunft am Samstagabend mit Fackeln ins stimmungsvolle Städtchen Sursee einzog. Mit dabei waren die Familienguugge der Snozzichöbler in bunten Kleidern und die Guggsuruugger in ihrem geheimnisvollen schwarzen Kostüm. Einmal auf der Kirchentreppe eingetroffen, waren die beiden Formationen nicht mehr zu halten.

Gegen ihre dröhnende Kakofonien sprangen immer wieder und mit grosser Ausdauer die traditionellen Surseer Masken Tüfel, Lälli, Feuk und Vögelistruss an. Die Gruppe schüttelte ihre Schellen, bis ihnen von Trompeten auf dem Balkon des Rathauses zu schweigen befohlen wurde.

Seit 122 Jahren
Der Zunftmeister begrüsste die Bürger von Sursee und aus der Umgebung und verkündete ihnen zum 122. Mal in der Geschichte der Zunft, dass ein ehrenfester Bürger zum Heinivater gewählt worden sei: Oliver Jost (40). Von der Strasse stieg der Jubel zum Balkon und dem Fasnachtsfürsten hoch, und die alten Masken stürzten sich wieder in ihren Kreistanz. Der Gärtnermeister und Mitinhaber der Gärtnerei Pflugshaupt in Sursee versprach, mit seiner jungen Familie zusammen für eine unvergessliche Fasnacht 2009 zu sorgen. Er ist seit 13 Jahren in Sursee und Mitglied der Heinizunft. Er habe in Sursee «die Fasnacht gelernt», meint Jost in einem kurzen Gespräch. Anders seine Frau Barbara Jost-Sutter. Die Pflegefachfrau im Paraplegiker-Zentrum in Nottwil war jahrelang Mitglied der Guuggenmusig in Buttisholz.

Treppe als Piste
In seiner kurzen Ansprache gab der neue Heinivater das Motto für die Fasnacht aus: «Schihüttengaudi». «Die Fasnacht soll die grösste Après-Ski-Party der Welt werden», rief er und verkündete die Fasnacht 2009 für eröffnet. Und gleichsam um das Fest nicht nur in die Festhütten abgleiten zu lassen, servierten die zukünftigen Mitmeister dem Heinivater ihr Gesellenstück. Sie machten die Kirchentreppe kurzerhand zur Abfahrtspiste und liessen einen der Ihren auf Ski hinuntersausen.

Der neue Heinivater stieg vom Balkon herab, trat unters Volk und konnte von allen Seiten die Gratulationen entgegennehmen. Trotz Kälte hielt das Publikum auf dem Platz aus, nicht zuletzt dank den vielen Zünftigen, die sich in ihren gelben Kleidern unter die Leute mischten und wärmenden Glühwein ausschenkten.

Willi Bürgi

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