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SURSEE: Türe zur Ausbildung ist nun offen

Zehn junge Leute verlassen das Brückenangebot der Heilpädagogischen Schule in Richtung Ausbildung. Sie haben gute Chancen, in der Berufswelt zu bestehen. Der Schritt für die Jugendlichen ist jedoch enorm gross.
Roger Rüegger
Daniel Hammoud (17) aus Kriens hat das Brückenangebot der Heilpädagogischen Schule Sursee besucht. (Bild: Eveline Beerkircher (4. Juli 2017))

Daniel Hammoud (17) aus Kriens hat das Brückenangebot der Heilpädagogischen Schule Sursee besucht. (Bild: Eveline Beerkircher (4. Juli 2017))

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

Der letzte Schultag ist für Jugendliche ein Meilenstein. Die einen entscheiden sich nach neun Schuljahren für eine Berufslehre, andere setzen auf weitere Jahre im Gymnasium. Und jene, für die nach der regulären Schulzeit noch keine Ausbildung in Frage kommt, haben die Option des Brückenangebots der Heilpädagogischen Schule Sursee. So wie die zehn Burschen und Mädchen, die das Angebot gestern verlassen haben und ins Berufsleben eintreten werden (siehe Box).

Sie haben in ihrem zehnten Schuljahr Zeit und Unterstützung erhalten, sich für ihre Zukunft zu wappnen. Sie wurden auf dem Weg zu einer Anschlusslösung von den Heilpädagoginnen und Jobcoaches Monika Lötscher und Ursula Hodel unterstützt. «Nach einem sechswöchigen Schulblock haben die Lernenden mit mehreren Praktika Arbeitsluft geschnuppert. Alle mussten drei Praktika in verschiedenen Branchen absolvieren», erklärt Lötscher das Konzept des Angebots.

Die Logistik dem Gastgewerbe vorgezogen

Daniel Hammoud aus Kriens wählte zuerst ein Praktikum in der Restauration. Auf zwei Tage Schulunterricht folgten drei Tage Praxis im Gastgewerbe in der Stiftung Brändi. «Die Arbeit hinter dem Buffet und im Service hat mir eigentlich gut gefallen», sagt der 17-Jährige bei unserem Besuch. Sein zweites Praktikum als Logistiker hat es ihm aber mehr angetan, weshalb er eine praktische Ausbildung (PrA) in dieser Sparte vorzog. «Wir mussten die Entscheidung früh treffen. Ich wählte Logistik, weil ich grössere Chancen für später sehe. Zudem habe ich in meinem zweiten und meinem dritten Praktikum in diesem Bereich gemerkt, dass mir die Arbeit liegt», so der Hobbyfussballer. Nach der gestrigen Abschlussfeier wurden die jungen Leute in die Ferien entlassen, ehe sie sich in Bereichen wie Hauswirtschaft, Gebäudereinigung, Mechanik, Holzbearbeitung, Gartenbau oder Informatik in die Arbeitswelt begeben werden.

Ein Schritt ins Erwerbsleben nach dem Brückenangebot ist die zweijährige PrA, wie sie Daniel antreten wird (mit interner Berufsschule). Diese findet in einer Institution wie der Stiftung Brändi oder in einem Betrieb statt und ist eine Vorbereitung auf eine Tätigkeit im ersten Arbeitsmarkt oder auf einen geschützten Arbeitsplatz. Eine weitere Ausbildungsform ist das zweijährige eidgenössische Berufsattest mit Berufsschule (EBA) und Fähigkeitszeugnis. Das dritte Angebot ist die einjährige Vorlehre, die als Einstieg in die PrA oder das EBA gilt. Bei allen Ausbildungen werden die jungen Leute von Coaches begleitet. Daniel ist zuversichtlich, dass er den enormen Schritt schaffen wird. «Ich bin stolz, dass ich mich für das Brückenangebot entschieden habe.» Sein Ziel ist eine Anstellung im Detailhandel.

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