SURSEE: Wenn Kaffee zur Strafanzeige führt

Der Mitinhaber eines renommierten Luzerner Kaffeehändlers hat eine Strafanzeige am Hals. Sein früherer Arbeitgeber wirft ihm unter anderem vor, Fabrikations- und Geschäfts-Gehemnisse nicht gewahrt zu haben.

Thomas Heer
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Mit Kaffeegetränken kann man viel Geld verdienen. (Symbolbild) (Bild: Stefan Kaiser / LZ (24.5.2014))

Mit Kaffeegetränken kann man viel Geld verdienen. (Symbolbild) (Bild: Stefan Kaiser / LZ (24.5.2014))

Allein die Gastronomie, so lauten die Schätzungen, setzt hierzulande mit Kaffeegetränken jährlich über zwei Milliarden Franken um. Wo so viel Geld fliesst, wird ab und an auch mit harten Bandagen gekämpft. So hat die Luzerner Staatsanwaltschaft 2012 gegen einen ehemaligen Mitarbeiter der Surseer Kaffeerösterei Rost AG, die im Besitz der in Sursee domizilierten UCC Coffee Switzerland ist, ein Verfahren eröffnet. Ihm wird Nötigung, Diebstahl, Unbefugte Datenbeschaffung und die Verletzung von Fabrikations- und Geschäftsgeheimnissen vorgeworfen. Der Mann ist heute Mitinhaber der Luzerner Kaffeerösterei H. AG*.

Marco Giuoco, Leiter des Schweizer UCC-Geschäfts, erklärt den enormen Aufwand, den das Unternehmen gegen den ehemaligen Mitarbeiter betreibt, wie folgt: «Seit mehreren Jahren leidet die Rost AG unter übler Nachrede, unlauterem Wettbewerb sowie weiteren strafbaren Handlungen durch Konkurrenten und ehemalige Mitarbeiter.»

*Name der Redaktion bekannt.