SURSEE: Wieder wird der Gans der Kopf abgeschlagen

Es wieder so weit: Am (heutigen) Martinstag versuchen Frauen und Männer mit verbundenen Augen, einer Sonnenmaske und einem roten Mantel bekleidet, eine aufgehängte tote Gans in einem einzigen Säbelhieb herunterzuhauen.

Drucken
Teilen
Impression vom letztjährigen Gansabhauet. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Impression vom letztjährigen Gansabhauet. (Bild Adrian Baer/Neue LZ)

Der Brauch beginnt um 15.00 Uhr mit dem Einzug des Stadtrates und seiner Gäste auf den Rathausplatz und wird angeführt durch die Zunft Heini von Uri. Um 15.15 Uhr darf der erste Schläger sein Glück versuchen. Jeder Schläger hat nur einen Schlag. Meist gelingt es als erster dem vierten bis siebten Schläger, den Hals der Gans zu durchtrennen. Wer es schafft, darf die Gans behalten. Für den Gansabhauet stehen zwei Gänse zur Verfügung.

Umrahmt wird dieser Brauch von Spielen für Kinder und Jugendliche, dem «Stangechlädere», «Sackgompe» und «Chäszänne». Auch dieses Jahr wird als weiteres Element ein Räbeliechtliumzug in der autofreien Altstadt durchgeführt. Beginn des Räbeliechtliumzugs ist um 17.15 beim Rathaus, wie es auf der Website der Gemeinde Sursee heisst.

Das Alter des Gansabhauet von Sursee kann nicht schriftlich belegt werden. Der Brauch verschwand um 1820 aus Sursee, wurde aber bereits 1863 wiederbelebt. Seither hat sich der Gansabhauet als Überbleibsel eines ehemals in ganz Europa verbreiteten Brauchtums und Spiels mit dem Federvieh erhalten.

scd

Am Mittwoch wird auf Zisch ein Video zum Gansabhauet aufgeschaltet.