SURSEE: Zwei Einheimische köpfen die Gänse

Am (heutigen) Martinstag fand in Sursee das traditionelle Gansabhauet statt. Beim dritten Schläger, Christian Fries aus Sursee, fiel die erste, vier Schläge später auch die zweite Gans.

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Ein Schläger versucht die Gans zu köpfen. (Screenshot Video René Meier/Zisch)

Ein Schläger versucht die Gans zu köpfen. (Screenshot Video René Meier/Zisch)

Der Schläger nimmt im Rathaus noch einen letzten Schluck Wein zu sich. Dann werden ihm die Augen verbunden und eine schwarze Zipfelmütze über den Kopf gestülpt. Unter der Sonnenmaske versteckt, gehts im roten Mantel unter Begleitung von Trommelklängen aus dem Rathaus hinaus auf den Platz, wo Hunderte Besucher gespannt warten. In Sursee wird der Martinstag mit der Gansabhauete gefeiert, ein Brauch, der 1863 in Sursee wiederbelebt wurde.

Der Schläger hält einen stumpfen Dragonersäbel in der Hand. Ein Mitglied der Zunft Heini von Uri dreht den Schläger um die eigene Achse, sodass dieser die Orientierung vollends verliert. Nun tastet sich der Schläger auf der Bühne vorwärts, zielt auf die Gans und schlägt zu.

«Einfach draufschlagen»
Beim dritten Schläger fällt die erste Gans schlussendlich: Christian Fries aus Sursee ist der erste Gewinner. Seine Taktik ist einfach: «Draufschlagen und hoffen, dass die Gans fliegt». Am Abend wird er nun die Gans zusammen mit seinen Kollegen vom Turnverein im Restaurant Unterstadt verzehren. Die zweite Gans holte Daniel Giudici aus Wauwil von der Leine.

René Meier/Zisch

Einen weiteren Artikel über die Gansabhauet lesen Sie am Donnerstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

So lief das Gansabhauet ab:

Impressionen vom letztjährigen Gansabhauet: