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In Sursee werden Fussballplätze bewässert – trotz Wasserknappheit

Die Bevölkerung ist verunsichert. Muss sie nun Wasser sparen oder nicht? Denn: Während die Surseer angehalten sind, sorgsam mit Wasser umzugehen, werden von offizieller Seite Fussballfelder bewässert – und im Städtli Häuserfassaden gereinigt.
Yasmin Kunz
Während die Surseer um Wasser zu sparen aufs Vollbad verzichten, werden die Fussballplätze weiterhin bewässert. Das sorgt für Irritation. (Bild: Leserreporter, 8. September 2018)

Während die Surseer um Wasser zu sparen aufs Vollbad verzichten, werden die Fussballplätze weiterhin bewässert. Das sorgt für Irritation. (Bild: Leserreporter, 8. September 2018)

Das Wasser in der Dusche beim Einseifen abstellen, die Geschirrspülmaschine erst betätigen, wenn sie voll ist und duschen statt baden. Die Wasserversorgung Sursee hat sich am 31. August mit Tipps zum Wassersparen an die Surseer Bevölkerung gewandt. Die Grundwasserstände seien so tief wie nie, die Situation angespannt, heisst es. Darum müsse die Bevölkerung einen sparsamen Umgang mit dem Wasserverbrauch pflegen (wir berichteten).

Spartipps sind «hochaktuell»

Doch dieser Tage wurde in Sursee der Sportplatz bewässert, auch wurden Hausfassaden gereinigt. Das irritiert einige in Sursee wohnhafte Leserinnen und Leser. Es sei paradox. «Während wir zum Sparen aufgerufen werden, wird andernorts in Sursee eine Wiese bewässert», sagt ein Leser und fragt sich: «Gilt der Aufruf noch?» Mit dieser Unsicherheit ist er nicht allein.

Stadtschreiber Bruno Peter, betätigt, dass die Spartipps immer noch «hochaktuell» seien. Denn in der Zwischenzeit sei kaum Niederschlag gefallen, weshalb sich die Situation nicht habe entspannen können. «Wir sind dankbar, wenn die Bevölkerung weiterhin sparsam mit dem Wasser umgeht.»

Dass einige Fussballplätze in der Stadt Sursee bewässert werden, habe einen Grund, wie der Stadtschreiber sagt: «Jene Fussballfelder, auf denen Trainings stattfinden, werden wir weiterhin bewässern, damit sie genutzt werden können. Würden wir das nicht tun, könnte man nicht mehr darauf Sport treiben, ausserdem müsste man dann im Frühling alles neu bepflanzen.» Die Stadtverwaltung geht punkto Wassersparen mit gutem Beispiel voran: So wurde das Wasser bei den Brunnen abgestellt. Und um die Blumen im Kreisel zu bewässern, wird mit dem Zisternenwagen Wasser aus dem See geholt. Die Reinigung der Hausfassade sei allerdings Privatsache.

Ein Verbot hätte drastische Folgen

Für Peter ist wichtig, präventiv zu agieren. «Wir wollen vermeiden, dass wir ein Verbot aussprechen müssen.» Das hätte nämlich für gewisse Personen arge Folgen. So beispielsweise für Besitzer von Autowaschanlagen. Der Stadtschreiber ist bisher guter Dinge, dass es nicht soweit kommen wird, wenn der Wasserverbrauch gemeinsam reduziert werden kann. Zum Worst-Case-Szenario sagt Peter: «Wenn es den gesamten Herbst nicht regnet, muss eine der drei Pumpen voraussichtlich Ende Jahr abgestellt werden.»

Die Situation in Sursee und anderen Gemeinden rund um dem Sempachersee ist eine besondere. Sie beziehen das Trinkwasser aus dem Grundwasser und nicht aus Fliessgewässern. Damit die Wasserversorgung in den Regionen um den Sempachersee auch künftig gesichert ist, wurde das Projekt Aquaregio gegründet (wir berichteten).

«Wir wollen vermeiden, dass wir ein Verbot aussprechen müssen.»

Bruno Peter, Stadtschreiber Sursee

Bereits Anfang August riefen diverse Gemeinden zum Wassersparen auf. So etwa Meierskappel, Ruswil, Egolzwil und Weggis. Bei den Spartipps handelt es sich jedoch nur um Ratschläge und nicht um Verbote. Daher hat es auch keine Konsequenzen, wenn diese nicht eingehalten werden.

Gemeinde Ebikon: Mikrofone sollen Wasserverlust senken

Grundsätzlich verzeichnet die Wasserversorgung Ebikon schon heute geringe Wasserverluste im Leitungssystem, wie die Gemeinde mitteilt. Um die Verluste noch weiter zu reduzieren, hat man nun sogenannte Bodenmikrofone installiert. Markus Dubach, Leiter Wasserversorgung Ebikon, sagt dazu: «Jeder Tropfen zählt.» Darum habe man sich für die Anschaffung der Mikrofone entschieden.

Die Geräte zeichnen nachts die Geräusche auf. Tags darauf werden diese ausgewertet und zeigen allfällige Lecks an. «Das ermöglicht uns eine zeitnahe Reparatur», so Dubach. Die Mikrofone hören zugleich die Leistung der Hydranten ab. Auf dem Gemeindegebiet Ebikon wurden 150 solcher Mikrofone angebracht. Kostenpunkt: Ein niedriger sechsstelliger Betrag, finanziert von der Wasserversorgung. Die Wasserversorgung Ebikon beliefert rund 26500 Personen der Gemeinden Adligenswil, Buchrain, Dierikon, Ebikon und Perlen mit frischem Trinkwasser. (kuy)

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