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SUVA: Die Arbeiten sind einzustellen, bis die Wetterlage sich beruhigt hat

Am Mittwoch ist in Kriens ein Arbeiter auf einer Baustelle vom Blitz getroffen und verletzt worden. Vier Fragen an Isabelle Fol, Mediensprecherin der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) zur Arbeit bei extremen Wetterbedingungen.
Marc Benedetti
Isabelle Fol von der SUVA in Luzern (Bild: PD)

Isabelle Fol von der SUVA in Luzern (Bild: PD)

Welche Regeln gelten auf Baustellen bei Gewitter?

Isabelle Fol: Bei aussergewöhnlichen Gefährdungen und akuter Gefahr – wie beispielsweise bei Gewittern oder starkem Wind – dürfen sich keine Personen in der Gefahrenzone, also draussen, aufhalten. Das heisst, die Arbeiten sind einzustellen, bis sich die Wetterlage beruhigt hat. Dies ist in der Verordnung über die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Bauarbeiten festgehalten.

Halten sich die Bauunternehmen daran?

Die Baustellenkontrollen der Suva basieren auf dem Stichproben-Prinzip. Gesagt werden kann aber, dass in den seltensten Fällen die Sicherheitsmassnahmen nicht beachtet werden, so dass Ereignisse wie der Zwischenfall vom letzten Mittwoch höchst selten sind. Es passiert aber öfters, dass bei starken Windböen Gerüste umfallen – dies mit oder ohne Personenschaden.

Wie viele ähnliche Unfälle zählt die SUVA?

Ereignisse mit Blitzschlag – wie dieses vom letzten Mittwoch – sind höchst selten. Bei starken Winden kommt es ab und zu vor, dass Gerüste umstürzen, insbesondere in Föhntälern. Aber auch dies ist eher die Ausnahme. Aus diesem Grund kommt diesem Thema in der Unfallprävention zwar eine Bedeutung zu, jedoch eine untergeordnete.

Wer haftet bei einem solchen Unfall?

Die Verantwortung für die Umsetzung der Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz obliegt dem Arbeitgeber, also dem jeweiligen Chef der Firma. Dieser trägt allfällige Konsequenzen im Rahmen des Unfallversicherungsgesetzes. Strafrechtliche oder privatrechtliche Konsequenzen sind Sache der Untersuchungsbehörden beziehungsweise des Geschädigten.

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