Suva kündigt erneut Prämiensenkungen an

Die Suva senkt per 2013 erneut die Prämien. In der Berufsunfallversicherung sinken die Prämien im Schnitt um 2 Prozent, in der Nichtberufsunfallversicherung um 1 Prozent. Es ist die sechste Prämiensenkung in Folge.

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Bilanzmedienkonferenz der Suva am Hauptsitz in Luzern: Ulrich Fricker, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Franz Steinegger, Präsident des Verwaltungsrats und Ernst Mäder, Finanzchef (von links). (Bild: Photopress / M. Christen)

Bilanzmedienkonferenz der Suva am Hauptsitz in Luzern: Ulrich Fricker, Vorsitzender der Geschäftsleitung, Franz Steinegger, Präsident des Verwaltungsrats und Ernst Mäder, Finanzchef (von links). (Bild: Photopress / M. Christen)

In der Berufsunfallversicherung sinken die Prämien im Schnitt um 2 Prozent, in der Nichtberufsunfallversicherung um 1 Prozent. Die effektive Prämienentwicklung hängt aber vom Risiko des Betriebes und der Branche ab. Im Einzelfall sind auch höhere Prämien möglich.

Es ist das sechste Mal in Folge, dass die Suva die Prämien senkt. Der Umfang beläuft sich auf 50 Millionen Franken. Die Zeit der Senkungsrunden nähere sich indes dem Ende, sagte Ulrich Fricker, Vorsitzender der Suva-Geschäftsleitung.

Die Suva kann die Prämien verbilligen, weil trotz der vergangenen Senkungen die Prämieneinnahmen stiegen, nämlich um 1,1 Prozent auf 4,362 Mrd. Franken. Die Suva erklärt dies damit, dass es in den für sie wichtigen Branchen wie dem Bau keine Rezession gegeben habe.

Weniger neue Renten gesprochen

Zudem sank die Zahl der Neurenten weiter. 2011 wurden 1727 Invalidenrenten neu gesprochen, dies sind 12,7 Prozent weniger als 2010 und nur noch halb so viele wie im Rekordjahr 2003. Diesen Rückgang erklärt die Suva mit Wiedereingliederungsmassnahmen und Sensibilisierungsprogrammen, aber auch mit einer härteren Rechtssprechung. Dies betreffe vor allem die Schleudertraumata, sagte Fricker. Die Suva profitiert indes auch davon, dass die Gesellschaft und damit die Versicherten älter werden. Ältere Arbeitnehmer seien vorsichtiger und würden weniger verunfallen, sagte Fricker.

In 20 der 90 Branchen können 2013 zudem die Prämien der Berufsunfallversicherung ausserordentlich um weitere 50 Mio. Fr. reduziert werden, weil Ausgleichsreserven abgebaut und zurückgezahlt werden. Die Suva horte kein überschüssiges Geld, sagte Fricker.

Versicherungen erwirtschaften Gewinn

Der Gewinn der Suva ging 2011 von 244 Mio. Fr. auf 123 Mio. Fr. zurück. Alle Versicherungszweige weisen einen Überschuss aus, so dass diese, zusammengefasst in der Risikorechnung, zum Jahresgewinn 43 (2010: 172) Mio. Fr. beitragen.

Die Kapitalertragsrechung, die geprägt wurde von Absicherungsgewinnen und Rückstellungen, schloss mit einem Plus von 79 (70) Mio. Franken. Die Performance auf den Kapitalanlagen lag bei 0,2 Prozent. Dieser «dritte Prämienzahler» habe im letzten Jahr pausiert, sagte Finanzchef Ernst Mäder.

Insgesamt registrierte die Suva im letzten Jahr 185'855 Berufsunfälle. Dies sind 2,2 Prozent mehr als 2010. Das Unfallrisiko nahm aber ab. Dasselbe gilt für die Nichtbetriebsunfälle, deren Zahl um 2,8 Prozent auf 261'802 stieg.

sda