SUVA: Suche nach möglichen Asbest-Opfern in Italien

Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) weitet die Suche nach möglichen Asbest-Kranken in Italien aus. Sie hat mit der staatlichen italienischen Unfallversicherung Inail eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet.

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(Symbolbild Guido Röösli/Neue LZ; kein Bezug zu den aktuellen Ereignissen)

(Symbolbild Guido Röösli/Neue LZ; kein Bezug zu den aktuellen Ereignissen)

In den vergangenen Jahrzehnten waren zahlreich italienische Arbeitnehmende in Schweizer Betrieben tätig, in denen Asbest bearbeitet oder verwendet wurde. Es ist davon auszugehen, dass bei einigen der heimgekehrten italienischen Arbeitnehmenden asbestbedingte Erkrankungen aufgetreten sind, die noch nicht zu einer Anmeldung als Berufskrankheit geführt haben und sich weitere Erkrankungen in Zukunft manifestieren werden.

Italienische Ärzte werden informiert
Da die Suva nicht direkt in Italien tätig werden darf, um jene italienischen Arbeitnehmenden ausfindig zu machen, die präventiven Untersuchungen unterzogen werden sollten oder ein Anrecht auf Geldleistungen der Suva haben könnten, hat sie die Vereinbarung mit der Inail getroffen. Die Inail wird nun die italienischen Ärzte informieren und sie für asbestbedingte Krankheiten sensibilisieren. Die Inail übermittelt die Meldungen der italienischen Ärzte an die Suva. Die stellt dann auf Grund weiterer Untersuchungen fest, ob ein Leistungsanspruch besteht oder Vorsorgeuntersuchungen in die Wege zu leiten sind.

Um mögliche Betroffene auf ihre Ansprüche hinzuweisen, hatte die Suva in den Jahre 2006 und 2008 bereits in Lugano einen runden Tisch mit zahlreichen in die Thematik involvierten Organisationen veranstaltet. Ziel ist es, den Informationsfluss an mögliche Leistungsberechtigte zu verbessern. Der am (gestrigen) Montag unterzeichnete Vertrag soll nun ein weiterer Schritt in diese Richtung sein.

ap