SVP-Bauern kämpfen für heimische Nahrung

Heimische Nahrungsmittelproduktion statt Import-Produkte fördern: An der SVP-Bauern-Landsgemeinde auf dem Hof des Luzerner Alt-SVP-Nationalrats Josef Kunz in Grosswangen haben am Samstag rund 1000 Bauern eine entsprechende Resolution verabschiedet.

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Toni Brunner an der Bauern Landsgemeinde in Grosswangen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Toni Brunner an der Bauern Landsgemeinde in Grosswangen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Bauern wollen die bäuerliche Einkommenssituation «endlich verbessern, statt weiter zu schwächen». Und sie wollen sicherstellen, dass die Produktion von Lebensmitteln an erster Stelle der landwirtschaftlichen Aufgaben steht. «Die Bauern sollen nicht zu Landschaftsgärtnern degradiert werden», lautet eine Forderung der Resolution zuhanden des Bundesrats, welche die Bauern einstimmig und mit grossem Applaus annahmen.

Hansjörg Walter, Josef Kunz und Toni Brunner (v.l.n.r.). (Bild: Philip Schmidli/Neue LZ)
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Toni Brunner. (Bild: Philip Schmidli/Neue LZ)
Toni Brunner verteilt an der Bauern Landsgemeinde in Grosswangen Autogramme. Im Hintergrund Hansjörg Walter (mitte) und Josef Kunz (links). (Bild: Philip Schmidli/Neue LZ)
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Toni Brunner. (Bild: Philip Schmidli/Neue LZ)
Josef Kunz. (Bild: Philip Schmidli/Neue LZ)
Hansjörg Walter. (Bild: Philip Schmidli/Neue LZ)
Jean-François Rime (Bild: Philip Schmidli/Neue LZ)

Hansjörg Walter, Josef Kunz und Toni Brunner (v.l.n.r.). (Bild: Philip Schmidli/Neue LZ)

SVP-Präsident und Landwirt Toni Brunner (SG) resümierte die Landsgemeinde: «Wir sind in grosser Sorge um den Schweizer Bauernstand.» Man wolle manifestieren, dass sich die SVP-Bauern für eine eigenständige Schweizer Landwirtschaft einsetzten. «Wir wollen rechte Bauern.»

Bauernpräsident und Nationalratspräsident Hansjörg Walter (TG) untermauerte Brunners Aussagen: «Wir wollen in Zukunft genügend einwandfreies Essen aus der Schweiz.»

SVP-Nationalrat Andreas Aebi (BE), der als Nachfolger für Hansjörg Walter kandidiert, verglich die bäuerliche Unmut mit Motormäher und Mulchmäher. «Wir alle wollen einen Motormäher», sagte er. Beim Mulchmäher bleibe das Heu liegen und verfaule. So solle Schweizer Landwirtschaft künftig als Motormäher funktionieren - um vernetztes, wirtschaftliches Produzieren zu garantieren.

Gegen neue Agrarpolitik

Im Herbst wird das Parlament über die neue Agrarpolitik 2014 bis 2017 beschliessen. Die SVP-Bauern zeigen sich überzeugt, dass die von Bundesrat Johann Schneider-Ammann vorgelegte Strategie die produzierende Landwirtschaft und die Bauernfamilien schwächt. «Wir wollen nicht eintreten für eine solche Vorlage», sagte Brunner.

In der an den Bundesrat gerichteten Resolution fordert die SVP- Bauern-Landsgemeinde, der EU «unmissverständlich» mitzuteilen, dass die Schweiz auch in Zukunft kein Agrarfreihandelsabkommen wolle. «Ernährungssicherheit darf nicht delegiert werden», hob SVP- Nationalrat Hansjörg Knecht (AG) hervor.

Weiter verlangten die versammelten SVP-Bauern, «endlich» Massnahmen zu treffen, dass «der Milchpreiszerfall gestoppt wird». Die Milchproduzenten sollen mehr Macht erhalten. Und schliesslich fordern die SVP-Bauern, dass die Weltausstellung 2015 in Mailand als Schaufenster für die schweizerische Landwirtschaft und ihre Produkte genutzt wird.

sda